Ein dünner Juli für Graubünden
Die Schweizer Hotellerie ist auf Erholungskurs. Knapp 4,5 Millionen Übernachtungen wurden im Juli registriert, 23,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Bundesamt für Statistik am Montag vermeldete. Zulegen konnten im Vergleich zum von Pandemiebeschränkungen geprägten Vorjahr die städtischen Tourismusregionen, allen voran Genf und Zürich. Einbussen gab es nur im Tessin, im Jura – und in Graubünden.
Jammern auf hohem Niveau
Mit 649'756 Logiernächten in Graubünden liegt der Juli dieses Jahres 7,6 Prozent unterhalb der Vorjahresperiode. Auch ein Grund: Die Auslandreisebeschränkungen, die Schweizer Feriengäste quasi zu Inlandferien zwangen, sind weitgehend aufgehoben. Aber schon mit Blick auf das Fünfjahresmittel liegt der Juli 2022 rund 1,2 Prozent im Plus. Noch besser präsentiert sich das Bild für Graubünden, wenn die bisherigen Monate des Jahres zusammengenommen werden: 20,1 Prozent mehr Übernachtungen als 2021, 13,9 Prozent mehr als im Fünfjahresmittel.
Mit Blick auf die Herkunft der Gäste zeigt sich in Graubünden der erwähnte Rückgang der Schweizer: 432'972 Übernachtungen waren es im Juli, 21,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Steigende Zahlen gab es nebst dem grössten Gästesegment – Deutschland (+ 19,8 Prozent) – unter anderem bei Gästen aus den Niederlanden (+ 95,8 Prozent).
Unter den Bündner Destinationen konnten vor allem Bregaglia Engadin, Chur und Surses zulegen, während gerade Arosa und Flims Laax gegenüber der Vorjahresperiode verloren haben. (gmd)