Bergfrühling
«‹Es blüht, und alle sind glücklich›, hören wir von den Gästen auf der Schatzalp immer wieder. Es ist schon interessant, wie wir Menschen oft unbewusst reagieren, wenn die Blumen blühen. In den Bergen gibt es dazu noch ein besonderes Hochgefühl, nicht nur wegen der Höhe, sondern vor allem wenn alles auf einmal blüht. Was gestern noch in den Knospen stand, ist heute schon erblüht. Die Farben und Gerüche ändern sich mit dem Licht stündlich. Auch wir Gärtner gehen morgens schnell einmal durch den Garten und entdecken wieder Neues.
Kein Wunder bei über 5000 Arten und Sorten verschiedenster Pflanzen weltweiter Flora. Da gibt es natürlich die «alpinen Pflanzen» wie Enzian, Glockenblumen, Steinbrech, zwergige Iris, Veilchen, Edelweiss und viele mehr. Aber auch die Hochstaudenflora mit vielen bekannten Elternarten unserer Gartenpflanzen wie Pfingstrosen, Staudenmohn, Tag- und Schwertlilien, Flockenblumen. Dann erst die vielen verschiedenen Orchideen. Vieler dieser Pflanzen sind im Tal lange vorbei, in den Bergen blühen sie jetzt.
Weltenbürger aus allen Gebirgen
Viele der bekannten Gartenpflanzen kommen aus gebirgigen Regionen. Ein Hotspot für Gartenpflanzen ist der Himalaya. Vor allem aus der tibetischen Region kommen viele Pflanzen zu uns. Aber auch der Kaukasus, das Altaigebiet, der Pamir oder die Pyrenäen sind Ursprung vieler Pflanzen in unseren Gärten. Ebenso wie die nordamerikanischen Rocky Mountains und Appalachen. Aus der Südhemisphäre haben wir oft Pflanzen aus Südafrika und auch aus Neuseeland. Ganz besonders rare Pflanzen kommen aus Patagonien. Dabei dürfen wir das Gebirge, nach denen all diese Bergpflanzen ihre botanische Einteilung haben, die Alpen, nicht vergessen. Sie beherbergen viele unserer Gartenpflanzen. Wir Gärtner sprechen also nicht umsonst allgemein von den «Alpinen».