Unterstützung beim Aufräumen
Manche mögen es ordentlich, manche lieber chaotisch. Doch ums Aufräumen kommt wohl früher oder später niemand herum. Nicht allen fällt es aber gleich leicht, sich von Dingen zu trennen und Sachen an ihren angestammten Platz zu bringen. In diesen Fällen könnte Michaela Schmid helfen. Die Davoserin ist erste zertifizierte Aufräumcoachin FdL in Graubünden. Doch wie kommt man dazu, ein dafür notwendiges zehntägiges Seminar zu besuchen? Sie sei schon immer ordentlich gewesen, erzählt Michaela Schmid im Gespräch mit der DZ. «Während einer Erschöpfungsphase sah ich die Netflix-Serie mit Marie Kondo, was schlussendlich der Stein des Anstosses war.» Die von der japanischen Bestsellerautorin vertreteten Tipps – beispielsweise seine Gegenstände nach Kategorien zu sortieren – seien auch für sie etwas Neues gewesen. So bildete sich eben zur «Aufräumcoachin FdL» aus und arbeitet seit 2021 selbstständig in diesem Beruf. Das Gute vorneweg: Bei allen ihren Kunden habe sich ein Erfolg eingestellt.
Schritt für Schritt
Wer Michaela Schmid bucht, der erhält eine Beratung, die nach festgelegten Schritten erfolgt. Nach der Begrüssung findet jeweils eine Wohnungsbesichtigung statt. «Falls wir gewisse Räume nicht antasten sollen, respektiere ich das voll und ganz», ergänzt die Aufräumcoachin. Als Nächstes wird eine Zielvereinbarung erstellt. Bevor es ans Aufräumen geht, werden Vorher-Fotos gemacht. Dann geht es ans Ausräumen und Kategorisieren – ganz nach Marie Kondos Tipps. In einem nächsten Schritt wird die Frage «Was darf bleiben?» gestellt. Das Loslassen sei keineswegs immer einfach, erzählt die 34-Jährige. «Es ist auch der Hauptgrund, wieso ich gebucht werde.» Mit unterschiedlichen Methoden werden Kunden unterstützt, Dinge besser loszulassen. «Beispielsweise können wir mit den Kleidern des Kunden einen Berg aufhäufen, der dann quasi als Schocktherapie dient.» Auch das Stellen von Fragen wie «Wann werde ich es das nächste Mal benutzen?» oder «Wie viel würde ich heute dafür bezahlen?» können zum Ziel führen. Auch die Weiterverwendung sei für viele entscheidend: «Die einen können sich von einem Gegenstand nur trennen, wenn sie wissen, dass er an einen guten Ort kommt. Andere wiederum wollen, dass etwas ganz weg ist.»