Ecuador, Elfenbeinküste und Schweden als mögliche Partycrasher
Auf Mexiko wartet im Sechzehntelfinal mit Ecuador der Bezwinger Deutschlands. Der Co-Gastgeber setzt auf Heimvorteil und Euphorie. Frankreich trifft auf Schweden, Norwegen auf die Elfenbeinküste.
«Der erste Schritt zu einer historischen Weltmeisterschaft», schrieb Mexikos «PubliMetro» zwar grossmundig. Die Warnung folgte aber umgehend: Ecuador habe auch das Zeug zum «unangenehmsten Gegner».
Ecuador fordert Mexiko im Sechzehntelfinal in der Nacht auf Mittwoch (3.00 Uhr Schweizer Zeit). Im Vorfeld der Partie gegen die robusten Südamerikaner beschwören die Mexikaner, was zu beschwören geht, um nach der perfekten Gruppenphase keine Ernüchterung zu erleben. Der Trainer als Glücksbringer, die positive Bilanz und das Aztekenstadion als Festung – alles muss herhalten.
Ecuador kommt nicht nur mit dem Schwung des 2:1-Erfolgs im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland. «Ecuador reist ins Aztekenstadion, um eine 24 Jahre alte Rechnung bei der Weltmeisterschaft zu begleichen», betonte die heimische Tageszeitung «El Comercio».
2002 trafen beide Mannschaften zum bisher einzigen Mal an einer WM aufeinander. Ecuador verlor 1:2 und schied nach der Vorrunde der WM in Japan und Südkorea aus, Mexiko kam als Gruppenerster weiter. Trainer damals wie heute bei den Mexikanern: Javier Aguirre. Nicht zuletzt deswegen fragte die Zeitung «Esto» bereits mit Blick auf den Coach: «WM-Glücksbringer?»
Mexikos WM-Festung
Glück soll den Mexikanern auch der Spielort bringen, das Aztekenstadion. 80'824 Zuschauer und eine einzigartige Atmosphäre – auch diesmal werden die mexikanischen Fans für mächtig Stimmung sorgen. «Die Fans sind für uns äusserst wichtig», sagte Stürmer Guillermo Martinez.
«Das Azteka wird brennen!», prophezeite das Portal infobae.com bereits martialisch. Das Stadion, in dem sich Pelé 1970 und Diego Maradona 1986 jeweils zum Weltmeister krönten, ist die WM-Festung der mexikanischen Nationalmannschaft. Drei Siege gab es 1970, drei Siege und ein Remis 1986. Das Aus kam jeweils im Viertelfinal in einem anderen Stadion.