«Du dreckshuara Rotsocka, gang usem Weg»
Kürzlich hörte ein Biker auf einer Bündner Strecke einen anderen Biker fluchen: «Du dreckshuara Rotsocka, gang usem Weg», schrie dieser einen Wanderer an.
Der Biker, der uns diese Episode erzählt, bezeichnet viele Wanderer als unfreundlich. Sie grüssten nicht und seien schon «hässig», wenn sie Biker erblickten, sagt er. Er sei auch schon handgreiflich angegangen worden. Im Gespräch konnte die Situation dann aber friedlich geklärt werden. Allerdings, so der Biker weiter, werde es besser, je höher man auf einen Berg hochfahre. Kürzlich sei er gar mit Wanderern ins Gespräch gekommen, man habe über die Wege und die Rückkehr ins Tal gesprochen, so der Biker.
Unterschiedliche Geschwindigkeiten und beleidigende Aussagen würden dem gegenseitigen Verständnis schaden. Der Biker selbst plädiert für ein Miteinander. Die Wanderer seien wohl zuerst Berge rauf und wieder runter gelaufen. «Also können doch wir Biker uns anpassen». Die Co-Existenz solle gross geschrieben werden.
Von Gesetzes wegen ist die Sache klar: Biker dürfen in Graubünden auf Wanderwegen fahren, sagt Peter Oberholzer. Er ist Projektleiter Langsamverkehr beim Tiefbauamt Graubünden.

