Dominic Lobalu siegt in Monaco über 5000 m
Dominic Lobalu sorgt beim Diamond-League-Meeting in Monaco für den Schweizer Höhepunkt. Er gewinnt das Rennen über 5000 m. Einen Schreckmoment erlebt Simon Ehammer.
Dominic Lobalu ist zurück – und wie! Einen Monat, nachdem er in Oslo die Verbesserung seines Schweizer Rekords über 5000 m klar verpasst und sich danach ratlos über seine enttäuschende Leistung gezeigt hatte, meldete er sich nach einem Trainingsblock in der Höhe von St. Moritz an der französischen Mittelmeerküste eindrücklich zurück.
In 12:52,55 Minuten blieb er zwar knapp zwei Sekunden über seinem Landesrekord von 12:50,87, den er vor einem Jahr ebenfalls in Oslo aufgestellt hatte. Dennoch zeigte er ein starkes Rennen und belohnte sich mit seinem dritten Sieg im Rahmen der Diamond League nach Stockholm 2022 und London 2024.
Bereits der fünfte Schweizer Sieg
Im Stade Louis II spielte Lobalu seine Stärken auf der Bahn voll aus. Der gebürtige Südsudanese lief taktisch klug und konnte auf der Schlussrunde nochmals zulegen. Dennoch schien ihm der Sieg auf der Zielgeraden noch zu entgleiten. Graham Blanks zog am Schweizer vorbei, doch Lobalu konterte und schob sich auf den letzten Metern wieder am Amerikaner vorbei.
«Ich bin sehr zufrieden und habe alles gegeben. Den Kick (ganz am Schluss) habe ich in St. Moritz trainiert», verriet Lobalu im Interview mit SRF. Er sorgte damit für den bereits fünften Schweizer Sieg in diesem Jahr in der Diamond League.
Moser bei Comeback wieder auf dem Podest
Einer dieser fünf Siege geht auf das Konto von Stabhochspringerin Angelica Moser (die anderen drei holte Audrey Werro). Bei ihrem Sieg vor knapp zwei Wochen in Paris zog sich Moser allerdings eine Bänderverletzung am rechten Fuss zu. Trotzdem stand die Europameisterin am Freitag in Monaco bereits wieder am Start – dort, wo sie vor zwei Jahren mit 4,88 m ihren Schweizer Rekord aufgestellt hatte. Bei ihrem Comeback nach einer kurzen Verletzungspause überquerte die Winterthurerin 4,62 m und belegte damit den geteilten 3. Rang.