DNA soll 51-Jährigen nach Schüssen auf Polizei in Watt überführen
Ein 51-jähriger Nordmazedonier hat am Montag vor dem Bezirksgericht Dielsdorf Schüsse auf Polizisten bestritten. Für die Staatsanwältin ist jedoch klar, dass er der Täter war, nur schon wegen seiner DNA an der Waffe. Sie forderte eine hohe Freiheitsstrafe, die Verteidiger einen Freispruch.
Warum sich der Beschuldigte in der Nacht des 17. Januar 2024 mit einer schussbereiten Pistole in einem Wohnquartier in Watt aufgehalten haben soll, bleibt offen. «Wir müssen hier nicht klären, was er ursprünglich beabsichtigte», sagte die Staatsanwältin am Prozess in Dielsdorf. Für sie stand aber fest, dass es der 51-Jährige war, der mehrfach auf zwei Polizisten schoss.
Die Staatsanwältin forderte eine Verurteilung wegen mehrfachen versuchten Mordes und mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Das Gericht solle eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren und acht Monaten aussprechen. Zudem verlangte sie eine Landesverweisung von 15 Jahren.
Anwohnerin meldete Verdächtigen
Der Beschuldigte soll fünf oder sechs mal auf zwei Kantonspolizisten geschossen haben. Diese wollten ihn einer Kontrolle unterziehen. Zuvor wurde der 51-Jährige der Polizei als verdächtig gemeldet. Er stand laut Anklage gegen 22. 30 Uhr in einem Wohnquartier unter einer Tanne, «seit geraumer Zeit», wie eine Anwohnerin sagte.
An der am Tatort zurückgelassenen Pistole, einem Stoffsack und nicht abgefeuerter Munition fanden die Ermittler seine DNA. Den Stoffsack soll er laut Staatsanwältin bei der Schussabgabe über die Pistole gezogen haben, um die Patronenhülsen aufzufangen.