Diplomatisches Ringen und Drohungen im Iran-Krieg dauern an
Im Iran-Krieg dauern die diplomatischen Bemühungen an, um eine friedliche Lösung des Konflikts am Verhandlungstisch zu erreichen. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi wird am Freitagabend zu Gesprächen in Pakistan erwartet.
Dort soll er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit Vertretern Pakistans, die im Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermitteln, sprechen.
Zuvor hatte Araghtschi bereits mit Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und Aussenminister Ishaq Dar telefoniert. Es seien «regionale Entwicklungen und Themen in Verbindung mit der Waffenruhe» besprochen worden, hiess es in einem Bericht von Irna.
Ausserdem berieten die EU-Staaten bei einem informellen Gipfeltreffen in Zypern über Schritte zur Beruhigung der Lage. Die Bundesregierung hatte mitgeteilt, sie sei bereit, mit ihren Partnern schrittweise Sanktionen gegen den Iran zu lockern, wenn es zu einer umfassenden Übereinkunft zur Wiederfreigabe der Strasse von Hormus kommen sollte. Die Blockade der für den Ölhandel wichtigen Meerenge hat die Energiepreise in die Höhe getrieben und setzt die Weltwirtschaft unter Druck.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe mit dem Iran ohne klares Ende verlängert. Die Waffen sollen demnach schweigen, bis Teheran mit einem geeinten Vorschlag an den Verhandlungstisch kommt. Kurz zuvor hatte der Iran einer Teilnahme an weiteren Verhandlungen in Pakistan eine Absage erteilt. Verhandler der Konfliktparteien hatten sich in Islamabad für eine erste Gesprächsrunde getroffen. Diese war ohne Ergebnis geendet.
USA verlegen dritten Flugzeugträger Richtung Nahost
Beide Seiten drohten, sie seien bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen. Die USA stocken vor diesem Hintergrund ihre Militärpräsenz in der Region mit einem dritten Flugzeugträger weiter auf. Die «USS George H.W. Bush» befinde sich jetzt im Indischen Ozean, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit.