Dieses Mal stehen die Abwehrspieler im Fokus
Rund um den umjubelten Einzug in den WM-Viertelfinal gibt es viele individuelle Geschichten. Fünf Schweizer Defensivspieler haben sich allerdings besonders hervorgetan.
Die Schweiz kann Penalty – ausser Akanji
So oft war schon nach Penaltys Schluss. Die WM 2006, an der die Schweiz als bisher einziges Team ausschied, ohne auch nur einen Versuch zu verwerten, bildete den Auftakt. Es folgten die Niederlagen an den Europameisterschaften 2016, 2021 und 2024 – allerdings hatte die Schweiz 2021 zuvor gegen Frankreich endlich einmal ein Penaltyschiessen gewonnen.
In diesem traf unter anderem auch Manuel Akanji, der seither aber auf eine bittere Serie zurückblickt: 2021 gegen Spanien, 2024 gegen England und nun auch 2026 gegen Kolumbien verschoss der Innenverteidiger. Er habe den ältesten aller Fehler beim Penaltyschiessen gemacht, erklärte Akanji, und sich im letzten Moment noch umentschieden. Durch den historischen Erfolg konnte er darüber lachen. Gleichzeitig hielt er fest: «Jetzt ist genug, das war mein letzter Penalty.»
Trainer Murat Yakin verteidigte seinen Abwehrchef: «Manu hat uns 120 Minuten im Spiel gehalten.» Aber auch er zeigte sich mit Akanjis Entscheid einverstanden, künftig nicht mehr anzulaufen.
Elvedi ist in der Form seines Lebens
Nicht nur Akanji verdiente sich Lob für seine Abwehrleistung, auch Nico Elvedi, sein Partner in der Innenverteidigung, zeigte ein herausragendes Spiel. Dieses reihte sich ein in die bisherigen Auftritte an diesem Turnier, bei dem der 29-Jährige zum zentralen Erfolgsfaktor geworden ist.
«Ich bin fasziniert von seinem Prozess, den er seit einem Jahr durchgemacht hat», sagte Murat Yakin. Gemeint ist der Moment im März 2025, als Elvedi nach einem Formtief kein Aufgebot für das Schweizer Nationalteam erhielt. Das sei für ihn ein Weckruf gewesen, sagte der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach. Er habe gewusst, dass er etwas ändern müsse.