Die Uhr tickt sehr schnell gegen die Sommerfeste
von Pierina Hassler und Hans Peter Putzi
Offiziell hüten sich derzeit noch alle grossen Bündner Sommer-Events, die Absage ihres Anlasses zu bestätigen. Unter anderem wegen bestehender Verträge mit Lieferanten und Versicherungen. Werden Veranstaltungen behördlich verboten, verbessert sich die rechtliche Situation der Veranstalter massiv. Absagen aus eigener Initiative dagegen werfen mehr Fragen bezüglich möglicher gebrochener Vertragspflichten auf. Doch der Glaube an die Durchführung der eigenen Veranstaltung ist auf ein Minimum gesunken. Dies zeigt eine Umfrage.
Sogar die erst auf Ende September terminierte Schlagerparade rechnet nicht mehr damit, im gleichen Stil wie in den Vorjahren auf den Hossamobilen durch Chur schunkeln zu können. «Vielleicht lässt sich wenigstens eine kleinere Parade durchführen», sagt OK-Chef Esra Buchli.
Auch die Wirte schauen derzeit unsicheren Zeiten entgegen. Der Bundesrat hat sich noch nicht entschieden, ab wann die Gastrobetriebe ihre Türen wieder öffnen dürfen. Franz Sepp Caluori, Präsident von Gastro Graubünden, hofft trotzdem, dass dies bald der Fall ist.