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Schweiz und Welt

Die üblichen zwei Favoriten und nur noch zwei Schweizer

Agentur sda

Die Liga des Weltmeisters startet als erste der fünf grossen Ligen in die neue Saison. Wie jedes Jahr heisst die wichtigste Frage: Barcelona oder Real Madrid. Gute Argumente haben beide.

Spaniens höchste Liga bleibt für Schweizer Legionäre ein schwieriges Pflaster. Mit Ruben Vargas und Filip Ugrinic stehen derzeit nur noch zwei Schweizer bei spanischen Topvereinen unter Vertrag. Beide starten in ihre zweite komplette Saison mit ihrem Klub, Vargas mit dem FC Sevilla und Ugrinic mit Valencia. Ricardo Rodriguez, Djibril Sow und Eray Cömert haben ihre spanischen Klubs im Sommer verlassen.

Die vergangene Saison verlief für Vargas und Ugrinic nicht optimal. Vargas hatte Verletzungssorgen, und Ugrinic benötigte eine Weile, bis er es in den erweiterten Kreis der Stammspieler schaffte. Vor allem aber waren die Teams der zwei Innerschweizer im Kollektiv nicht auf der Höhe und verpassten die Qualifikation für einen Europacup. Andere Klubs machten deutlich mehr aus ihren Mitteln, wie etwa Villarreal oder Betis Sevilla, die in der Champions League spielen, oder Celta Vigo und Getafe, die ebenfalls in dieser Saison europäisch dabei sind.

Real Madrid im Kaufrausch

Überstrahlt wird die Liga in Spanien auch nach dem WM-Titel, an welchem Spieler aus sieben verschiedenen heimischen Klubs beteiligt waren, von Barcelona und Real Madrid. Seit 2004 konnte nur Atlético Madrid unter Trainer Diego Simeone zweimal die Vormachtstellung der zwei Schwergewichte durchbrechen (2014 und 2021). Dabei setzt die Nummer 3 der Liga auf Konstanz auf dem Trainerposten. Der Argentinier Simeone geht in seine 16. Saison mit den «Colchoneros».

Die Aussichten auf einen Coup von Atlético waren schon besser als in dieser Saison. Sowohl Meister Barcelona als auch Rekordchampion Real Madrid taten in diesem Sommer einiges, um ihre Dominanz zu bewahren. Die bereits ausserordentlich gut besetzten Katalanen haben ihr Kader nochmals für 100 Millionen Euro aufgebessert. Noch kauffreudiger war Real Madrid, das über 200 Millionen Euro in Yan Diomande, Marc Cucurella, Denzel Dumfries und den zurückgekehrten Coach José Mourinho investierte. Dazu kamen mit Bernardo Silva und Ibrahima Konaté zwei namhafte Spieler ablösefrei.

Verzögerter Saisonstart

Mit den Neuen, die das Team um Torschützenkönig Kylian Mbappé, Brasiliens Flügelstürmer Vinicius Junior und Englands Spielmacher Jude Bellingham ergänzen, will Real Madrid die letzten zwei titellosen Saisons vergessen machen. Der Start in die neue Spielzeit findet für Real Madrid und Barcelona verzögert statt. Erst am übernächsten Wochenende steht für die beiden das erste Meisterschaftsspiel an. Deshalb steht Barça am Sonntag auch noch im Test beim FC Basel im Einsatz.