Die Stadthalle hat bald als Impfzentrum ausgedient
Seit April dient die Churer Stadthalle als grösstes Impfzentrum im Kanton. Bis zu 1800 Dosen hat das Pflegepersonal dort zwischenzeitlich jeden Tag an die Impfwilligen injiziert. «Diese Zahlen erreichen wir bei Weitem nicht mehr», sagt Rudolf Leuthold, Leiter des kantonalen Gesundheitsamts. Und auch, wenn sich jetzt plötzlich doch noch viele, die aus den Ferien zurückkommen, zur Impfung eintragen, könne dies gut im Kreuzspital erledigt werden. Ab dem Nationalfeiertag sind alle Impftermine im Raum Chur also wieder zurück am «alten» Impfstandort in der Region.
Übrigens erhalten auch diejenigen Personen, die diesen Freitag oder Samstag eine erste Impfung in der Churer Stadthalle erhalten haben, ihren zweiten Impftermin im Kreuzspital. In der Stadthalle können an aber diesen beiden Tagen zwischen 12 und 14 Uhr auch spontan Erst- oder Zweitimpfungen bezogen werden (siehe Front). Zum Impfstandort Stadthalle kann Amtsleiter Leuthold bereits eine erste Bilanz ziehen: «Die Stadthalle als Impfzentrum hat sich auf jeden Fall rentiert», sagt er. Anderenorts wäre es nämlich gar nicht möglich gewesen, so viele Personen wie in den vergangenen Monaten täglich zu impfen.
46,6 Prozent doppelt geimpft
Mit dem Walk-in-Angebot in der Stadthalle soll die Impfquote gesteigert werden. Diese steht nämlich momentan bei 51,7 Prozent für Erstimpfungen und bei 46,6 Prozent für beide Dosen. Das reicht bei Weitem noch nicht für eine Herdenimmunität aus. Und dass bei den 40- bis 60-Jährigen die Impfquote noch unter 50 Prozent steht, bereitet Amtsleiter Leuthold Sorgen (siehe Kurzinterview unten). Denn gerade in dieser Bevölkerungsschicht kommen schwerwiegenden Erkrankungen häufiger vor. Generell entspreche die Impfquote in den verschiedenen Altersgruppen in etwa dem entsprechenden Alter, so Leuthold. Sprich: Je älter die Menschen sind, desto wahrscheinlicher ist, dass sie eine Impfung erhalten haben.