Die Schweiz zu Gast in der Kathedrale des schottischen Fussballs
In der 2. Runde der Nations League gastiert die Schweizer Nationalmannschaft in Schottland. Auf das Team von Murat Yakin warten in Glasgow heissblütige Fans und ein Gegner, der sich noch finden muss.
Der Celtic Park in Glasgow mit über 60'000 Plätzen: atemberaubend. Das Ibrox Stadium der Rangers, ebenfalls in der Fussballhauptstadt Glasgow gelegen: imposant. Und doch schlägt das Herz des internationalen schottischen Fussballs seit jeher im Hampden Park, dem Nationalstadion im Süden Glasgows.
Schon so mancher übermächtig erscheinender Gegner wurde hier bereits in die Knie gezwungen. In der Qualifikation für die EM 2024 etwa fügten die Schotten den Spaniern eine ihrer seltenen Niederlagen zu. In der letzten Nations-League-Kampagne, die via Playoffs im Abstieg mündete, bezwangen sie vor Heimpublikum auch Kroatien und trotzten Portugal ein Unentschieden ab. In der WM-Qualifikation gewannen die Schotten sämtliche Partien vor Heimpublikum und siegten dabei gegen Nationen wie Dänemark oder Griechenland.
Auch unter neuem Trainer torlos
Fern der Insel taten sich die Schotten zuletzt jedoch schwer – vor allem, was die Offensive angeht. An der WM in Nordamerika schossen sie nur ein Tor und dies gegen den Fussballzwerg Haiti. In den letzten drei Pflichtspielen blieb der Tartan Army, wie die schottischen Fans genannt werden, ein Torjubel verwehrt.
Nach der enttäuschenden WM mit dem Aus in der Vorrunde übernahm Sébastien Pocognoli von Steve Clarke. Der 39-jährige Belgier ist nach Berti Vogts erst der zweite ausländische Coach, der die schottische Nationalmannschaft betreut. Als linker Verteidiger machte er sich nicht nur in seiner Heimat einen Namen, sondern auch in Deutschland, England und den Niederlanden. Union Saint-Gilloise führte er in der Saison 2024/25 als Trainer zum ersten Meistertitel seit 90 Jahren, zuletzt war er Coach in Monaco.