Die Schweiz unterstützt Kolumbien mit einer Million Franken
Die Schweiz hat Kolumbien nach dem Erdbeben eine Nothilfe von einer Million Franken zugesprochen. Die finanzielle Unterstützung soll für Nahrungsmittel, temporäre Unterkünfte und die Wasserversorgung eingesetzt werden.
Die Million wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) bereitgestellt. Die Hälfte soll als Sofortmassnahme in das Welternährungsprogramm der Uno und zu mehreren lokalen Nichtregierungsorganisationen in den betroffenen Regionen Chocó, Cali und dem Eje Cafetero fliessen, schrieb das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Mittwoch.
In einem zweiten Schritt würden die verbleibenden 500'000 Franken verwendet, um «die Grundbedürfnisse für die Menschen in den zerstörten Gebieten wiederherzustellen».
Keine Rettungshunde
Die Schweiz werde dagegen keine Rettungskette mit Hunden nach Südamerika schicken, sagte der stellvertretende Schweizer Botschafter in Kolumbien, Fabian Hayoz, am Mittwoch in einem Interview mit Radio SRF. Man wolle die lokalen humanitären Kapazitäten stärken, statt Experten aus der Schweiz einzufliegen.
Da die Schweiz in der besonders betroffenen Region Chocó bereits stark präsent sei, habe die Hilfe mit lokalen Partnern «rasch und unkompliziert» angepasst werden können, berichtete Hayoz.
Viele betroffene Gebiete liegen abgelegen
Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte sich am Montagmorgen im Westen Kolumbiens ereignet. Aus vielen abgelegenen Gebieten gab es zunächst keine Informationen. Die Regierung, die erst seit wenigen Tagen im Amt ist, rief den nationalen Notstand aus. Derzeit gehen die Behörden von mindestens 181 Toten und mehr als 2500 Verletzten aus.
Dem EDA waren bis Mittwoch keine verletzten oder getöteten Schweizerinnen und Schweizer bekannt. In Kolumbien sind laut dem Aussendepartement rund 2800 Schweizer Staatsangehörige registriert. Rund 130 Reisende aus der Schweiz seien vom EDA kontaktiert worden.