Die Schweiz und Algerien im direkten Vergleich
Es kann ein ausgeglichenes Duell zwischen der Schweiz und Algerien erwartet werden. Der Vergleich der Positionen zeigt: Nur zwischen den Pfosten ist die Schweiz klar besser aufgestellt.
Goalie
Es ist Algeriens grosse Problemstelle, seit Raïs M'Bolhi vor zwei Jahren zurückgetreten ist. Weil die beiden ersten Nachfolger nicht überzeugten, rutschte Luca Zidane (28, Granada) in der Hierarchie nach oben und startete an der WM. Vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Österreich wurde der Sohn von Zinédine Zidane jedoch degradiert und durch Oussama Benbot (31, USM Algier) ersetzt, der beim 3:3 aber ebenfalls nicht überzeugte. Es bleibt noch Melvin Mastil (26), der die beiden letzten Saisons bei Stade Nyonnais in der Challenge League im Tor stand. Vieles deutet aber darauf hin, dass gegen die Schweiz wieder Zidane spielen wird.
Auf der anderen Seite steht Gregor Kobel, der bei Borussia Dortmund seit Jahren auf höchstem Niveau überzeugt. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht.
Fazit: Klarer Vorteil für die Schweiz.
Verteidigung
Kobels Teamkollege Ramy Bensebaini bildet gemeinsam mit Aïssa Mandi von Lille die Innenverteidigung. Es ist ein eingespieltes Duo, das mit 31 und 34 Jahren grosse Erfahrung mitbringt. Auf den Seiten spielen meist Rafik Belghali (24, Hellas Verona) und Rayan Aït-Nouri (25, Manchester City), dessen Marktwert auf 40 Millionen Franken geschätzt wird. Sie bringen das nötige Tempo für Angriffe über die Aussenbahnen mit.
Die Schweiz kann mit Manuel Akanji und Nico Elvedi ebenfalls auf zwei Innenverteidiger setzen, die sich seit Jahren kennen und gut ergänzen. Während Ricardo Rodriguez als Linksverteidiger zwar nicht mehr der Schnellste, aber immer noch sehr solide ist, hat Trainer Murat Yakin in der Gruppenphase gleich drei verschiedene Rechtsverteidiger eingesetzt – von denen zwei (Widmer und Jaquez) in der Vorbereitung angeschlagen waren. Stellt Yakin daher auf eine Dreierabwehr um?