Die richtige Balance finden
Es krachte genug, um den Grossen Landrat Conrad Stiffler (SVP), er hatte einst die Initiative zu dem im September 2019 vom Volk angenommen Feuerwerksverbot angestossen, zu veranlassen, sich mit einer Kleinen Anfrage an die Gemeinde zu wenden: «Zum Jahreswechsel ist es dieses Jahr zu massiven Überschreitungen des Feuerwerkverbotes gekommen», stellt er fest. Die Ursache sieht Stiffler in einer ungenügenden Information und fragt, was die Gemeinde diesbezüglich zu tun gedenke. «Viele Gäste kamen nach Davos, um die Ruhe zu geniessen, wurden dann aber massiv enttäuscht.»
Mit der gleichen Frage hatte sich auch die DZ anfangs Jahr an die Gemeinde gewandt. «Wo das Verbot übertreten wurde, geschah es sicherlich aus Unwissenheit», fand damals der zuständige Kleine Landrat Jürg Zürcher. «Da müssen wir uns überlegen, wie wir die Kommunikation verbessern können.» (DZ vom 4. 1.).
Nichts versprechen, was nicht eingehalten werden kann
Im Weiteren hatte die Schreibende in einem Kommentar vorgeschlagen, dass die Destination Davos Klosters das Davoser Feuerwerksverbot zum Anlass nehme, das Landwassertal als für Hundebesitzer attraktiv zu bewerben. «Das machen wir doch schon», wehrt sich DDK-Direktor Reto Branschi in einer Reaktion der DZ gegenüber. «Allerdings können wir nicht versprechen, was wir nicht halten können», fügt er an. Denn wenn die Destination mit einem feuerwerksfreien Neujahr werbe, müsse sie sicher sein können, dass dieses auch eingehalten werde. Sonst würden bei ihnen weit mehr als die zehn Reklamationen eingehen, die sie dieses Jahr erhalten hätten. «Dann würden die Leute Schlange stehen und ihr Geld zurückverlangen.» Ausserdem, so fügt er an, hätten die Beherberger in Davos kaum mehr Kapazitäten gehabt, um noch mehr Gäste aufzunehmen. «Silvester war fast ausgebucht.»