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Schweiz und Welt

Die RhB macht etwas Boden gut

Südostschweiz
05.04.2022, 11:01 Uhr
heute um 16:56 Uhr

274'000 Franken notiert die Rhätische Bahn (RhB) im Geschäftsjahr 2021 als Gewinn. Das sei ein kleiner Gewinn, teilt das Unternehmen am Dienstag mit. Zustande gekommen sei er nach Covid-19-Finanzhilfen und ein wenig besseren Zahlen beim Personenverkehr, beim Autoverlad, beim Güterverkehr und bei den Immobilien.

Der Personenverkehr ist das Hauptsegment der RhB. Dort konnte das Unternehmen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr steigern, sie lagen jedoch immer noch rund 30 Prozent unter dem Spitzenjahr 2019. Das zweite Jahr der Coronapandemie hat also erneut Spuren hinterlassen. Konkret machte die RhB beim Personenverkehr einen Verlust von 16 Millionen Franken, ohne dass die Defizitdeckung durch Bund und Kanton berücksichtigt ist. Das sind 2,4 Millionen Franken weniger als noch 2020.

Von der Krise gebeutelt

Autoverlad erholt sich

Aufwärts ging es für die RhB auch beim Autoverlad. Dort transportierte sie im vergangenen Geschäftsjahr 14 Prozent mehr Fahrzeuge als noch 2020. Dank dieser Steigerung und der Finanzhilfe à-fonds-perdu des Bundes machte sie in diesem Segment einen kleinen Gewinn von 300'000 Franken.

Weniger von der Coronapandemie beeinflusst war der Güterverkehr. Er konnte ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen, wie es heisst.

230 Millionen Unterstützung

Unterstützt wurde die RhB 2021 von Bund und Kanton. Auf Basis der Leistungs- und Abgeltungsvereinbarungen erhielt sie von der öffentlichen Hand Abgeltungen über 230 Millionen Franken für ungedeckte Betriebskosten und Abschreibungen. Mit rund 102 Millionen Franken wurde der Personenverkehr finanziert, 7,8 Millionen Franken fielen auf den Güterverkehr, 200'000 Franken auf den Autoverlad Vereina und rund 121 Millionen Franken auf die Infrastruktur. Bei diesen Zahlen sind die Covid-19-Finanzhilfen miteingerechnet.

Die RhB investiert

Bereits 2020 investierte die RhB mit rund 415 Millionen Franken eine beträchtliche Summe. Und auch 2021 blieb das Investitionsvolumen mit 361 Millionen Franken hoch, wie es in der Mitteilung heisst. Über 214 Millionen fielen dabei auf den Ausbau der Infrastruktur und den Substanzerhalt. Im Verkehr und den anderen Segmenten investierte die RhB rund 147 Millionen Franken, wobei das meiste Geld für die laufende Beschaffung der neuen Capricorn-Triebzüge gebraucht wurde. (red)

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