«Die Initiative ist zu extrem»
Tierversuche sind in der Schweiz, wie in vielen anderen Ländern auch, erlaubt. Die AO hat ihre Position zur Forschung mit Tieren seit langem offen gelegt: Neue Therapien zur Behandlung von Traumata und Erkrankungen des Bewegungsapparates können nur durch solide präklinische Forschung und Entwicklung erreicht werden. Die Forschung an Tieren ist ein wichtiger Bestandteil und hat zu vielen historischen Durchbrüchen der AO beigetragen. ARI-Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die AO bei der Entwicklung neuer Behandlungen immer zuerst Alternativmethoden verwendet. Diese Methoden können jedoch den Einsatz von Tieren bei der Erforschung der multifaktoriellen Erkrankungen des Bewegungsapparats nicht vollständig ersetzen. Darüber hinaus verlangen die Zulassungsbehörden Tierversuche, um sicherzustellen, dass neue Behandlungen für den Menschen sicher sind.
«Die AO setzt, wann immer möglich, andere Mittel zur Entwicklung neuer Behandlungen ein, bei denen keine Tiere verwendet werden. Aber es ist noch immer notwendig, Tiere in der präklinischen Forschung zu verwenden, bevor Behandlungen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren angewendet werden können. Wir tun dies mit Sorgfalt, Vorsicht und Respekt, um die Belastung für die Tiere so gering wie möglich zu halten», sagt ARI-Direktor Prof. R. Geoff Richards. Dabei betont er, dass sich die AO verpflichtet habe, die höchsten Qualitätsstandards in der Forschung einzuhalten.
Tatsächlich habe die AO bemerkenswerte Fortschritte bei der Verringerung der Belastung der Tiere und bei der Entwicklung und Anwendung alternativer Methoden gemacht, sagt Dr. med. vet. Stephan Zeiter, Programm Manager Präklinische Dienste ARI. «Im Jahr 2000 waren etwa 70 bis 80 Prozent unserer Forschung am ARI mit Tieren verbunden, heute sind es nur noch etwa 30 Prozent».