Die Glarner Krankenversicherung beginnt in Schwanden mit dem Neubau
Im Jahr 2011 ist die Glarner Krankenversicherung (GLKV) aus der Fusion der Krankenkasse Elm und der Krankenkasse Luchsingen entstanden. Und sie ist heute im Kanton Glarus mit knapp 8000 Versicherten die grösste Krankenversicherung, wie Präsident Hansruedi Zopfi sagt.
Nun hat die GLKV am Montag den Spatenstich für ein neues Büro- und Wohngebäude am nördlichen Dorfeingang von Schwanden gefeiert. Der Corona-Gefahr geschuldet nur zu fünft und mit einem kleinen Gag, erklärt Zopfi: Zwecks Social Distancing halte man mit jeweils zwei Meter-Jalons (den deutschen Ausdruck Fluchtstab kennt fast nur das Wörterbuch) die nötige Distanz zwischen den Teilnehmern ein. «Und mit solchen Jalons habe ich in der Zeit als Sek-Schüler meinem Vater, der Bauingenieur war, in den Ferien beim Vermessen geholfen.»
Büros, Wohnungen und Garage
Geplant ist der neue Sitz der GLKV als dreigeschossiges Gebäude mit Satteldach, wie Architekt Hansruedi Marti beschreibt. Die GLKV will gut anderthalb Geschosse selber nutzen. Ausserdem entstehen laut Zopfi vier Wohnungen: «Sie werden in Standard und Grösse eher für Senioren und für Junge zwischen 18 und 30 ausgelegt sein.» Zentrumsnah und behindertengängig, wie er ergänzt. Das Ganze mit einer Tiefgarage im Hang, auf Niveau der Kantonsstrasse, so die Pläne.
CO2-neutral und nur leicht teurer
Für den Bau sind gut 5 Millionen Franken veranschlagt, und Zopfi erklärt: «Wir wollen nachhaltig bauen und mit gutem Beispiel vorangehen.» Der neue GLKV-Sitz ist denn auch ein Holzhaus in Ständerkonstruktion, das aus einem Wettbewerb mit fünf teilnehmenden Architekturbüros hervorgegangen sei. Weil in einer Schnitzelheizung auch mit Holz geheizt werden und mit Solarpanels auf beiden Dachhälften Strom produziert werden soll, werde das Gebäude CO2-neutral, erklärt Zopfi weiter.