«Die Gegner helfen mir, immer besser zu werden»
Unschlagbar! Tadej Pogacar gewinnt auch die Flandern-Rundfahrt und bleibt im Rennen um den Sieg an allen Radsport-Monumenten im gleichen Jahr. Unmöglich? «Nein, aber schwierig», sagt der Slowene.
Die Zielankunft am Ostersonntag in Oudenaarde war speziell. Die «Fantastischen Vier» (Pogacar, Van der Poel, Evenepoel und Van Aert) erreichten in kurzen Abständen alle solo das Ziel – und zollten dem überragenden Sieger Respekt.
Tadej Pogacar hat es wieder getan. Der zweimalige Weltmeister sorgte dafür, dass das Rennen in den letzten zwei Stunden so hart wie nur irgendwie möglich wurde. Und so schüttelte er Konkurrent um Konkurrent ab – und bleibt 2026 unbesiegt: Drei Rennen, drei Siege (vorher Strade Bianche und Mailand-Sanremo). «Ich fahre nicht oft. Daher ist der Druck gross, zu gewinnen, wenn ich starte. Bis jetzt läuft alles perfekt.»
Nun Paris-Roubaix
Nach Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt im letzten Jahr feierte Pogacar den vierten Sieg hintereinander an einem «Monument» (mit Mailand-Sanremo und Flandern-Rundfahrt) – eine beispiellose Leistung.
Wer vier gewinnt, kann auch fünf schaffen. Und das nächste Monument, Paris-Roubaix am nächsten Sonntag, ist in Pogacars To-Do-Liste längst rot markiert. Das Rennen nach Roubaix ist der einzige grosse Klassiker, der Pogacar im Palmarès noch fehlt.
Aber die Radsportwelt spricht mit Bezug auf Pogacar nicht nur vom nächsten Klassiker. Pogacar fährt derart überlegen und wirkt derart unschlagbar, dass auch der Sieg bei allen fünf grossen Klassikern der Saison möglich erscheint. Pogacar: "Alle fünf in einem Jahr? Darüber möchte ich im Moment nicht viel nachdenken. Ich habe erst zwei von fünf geschafft. Wir sollten nichts überstürzen. Ein Radrennen zu gewinnen, egal welches, ist ohnehin schon schwer. Da muss wirklich alles zusammenpassen. Vorerst ist Roubaix die grösste Herausforderung für mich. Aber ich werde es versuchen.“