Die Ferienzeit ist hier – und damit auch die Einbruchszeit
von Reto Nick, Geschäftsführer Hauseigentümerverband Graubünden
Die Ferienzeit ist endlich hier. Dies bedeutet nicht nur Hochsaison für die Hotellerie, sondern auch für Diebe. Oft genügen einfache Sicherheitsmassnahmen, um einem Einbruch vorzubeugen. Dabei muss man wissen, dass die meisten Einbrüche bei Abwesenheit der Bewohner tagsüber verübt werden. Einbrecher operieren bei günstiger Gelegenheit vielfach spontan, oft aber auch nach eingehenden Ermittlungen der Gewohnheiten und Anwesenheiten der Bewohner und mangelhaft gesicherter Häuser.
Selbstschutz ist möglich
Dort, wo die Abwesenheit der Bewohner erkennbar ist, fühlen sich Diebe regelrecht eingeladen. Aber auch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen erleichtern einen unliebsamen «Besuch». Da mit einem Einbruch nebst dem Verlust materieller Werte auch Ärger und weitere Umtriebe verbunden sind, ist ein gewisser Selbstschutz unumgänglich.
Ein frei stehendes Einfamilienhaus ausserhalb des Siedlungsgebiets bietet andere Probleme als ein Reiheneinfamilienhaus mit gut überblickbarem Zugang oder eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. In jedem Fall ist es von Vorteil, wenn bei Ferien die Nachbarn informiert sind und sie sich zu periodischen Kontrollgängen und zum Leeren der Briefkästen bereit erklären. Volle Briefkästen zeigen eine Abwesenheit am deutlichsten an.
Eine gute Schliessanlage
Bei der Einbruchsverhütung gilt das erste Augenmerk der mechanischen Sicherung der eigenen vier Wände. Eine gute Schliessanlage ist dazu die beste Voraussetzung. Die mit einem Sicherheitsschloss versehene Eingangstür nützt nur etwas, wenn auch die übrigen Türen denselben Standard aufweisen. Zugänge zu Kellerräumen sind erfahrungsgemäss mit ungenügendem Einbruchschutz versehen, insbesondere die Keller selbst. Wertvolle Fahrräder, Werkzeuge, Autoräder, Wein und so weiter werden meist in Kellern deponiert und leider auch gestohlen. Auch Alarmanlagen können, vor allem bei frei stehenden Häusern, gute Dienste leisten.