Die Corona-Massnahmen betreffen alle Lebensbereiche
Seit dem Wochenende ist in der Region und dem Rest der Schweiz kaum etwas, wir vorher. «Wir befinden uns in einer besonderen Lage», sagte die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann am Samstagnachmittag vor den Medien. Einschneidende Massnahmen seien nötig, um zu verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig am Coronavirus erkranken und Spitäler bei der Behandlung von Schwerkranken an ihre Grenzen kommen.
Andere Kantone gehen weiter
Nachdem der Bund am Freitagnachmittag beschlossen hat, dass ab sofort bis zum 4. April kein Präsenzunterricht an Schulen und Universitäten stattfinden darf, haben fast alle Kantone die die Volksschulen verpflichtet, für Kinder eine Notbetreuung zu organisieren. Auch im Kanton St. Gallen müssen die Schulen einspringen, wenn die Eltern keine Lösung für die Betreuung finden.
Wie die Schulen sicherstellen sollen, dass nicht zu viele Kinder in die Schule kommen, blieb an der Medienkonferenz offen. Aufsichtspersonen könnten dann kaum durchzusetzen, dass Schüler den vom Bund vorgeschriebenen Abstand halten. Das würde zur Ausbreitung des Virus beitragen.
In anderen Kantonen wie Freiburg und Basel-Stadt steht die Notbetreuung nur Eltern zur Verfügung, die in Gesundheitsberufen arbeiten, oder andere für die Gesellschaft zentralen Funktionen innehaben. Auch bei den Kindertagesstätten geht St. Gallen weniger weit, als einige andere Kantone, welche Kitas schliessen oder nur Angebote für Eltern mit bestimmten Berufen erlauben.
Grosseltern schützen
Laut dem Bildungschef Stefan Kölliker soll das Angebot für jüngere Kinder verhindern, dass Grosseltern die Kinder hüten. Menschen über 65, sind besonders gefährdet, genau wie solche mit chronischen Erkrankungen oder Atemwegsbeschwerden.