Die Bildung wird konzentriert
Vor fast genau zwei Jahren wies der St. Moritzer Gemeinderat das Projekt für den Neubau eines Bildungszentrums Grevas zurück. Verabschiedet hat sich die Gemeinde von der Idee eines schulischen Zentrums aber nicht. Seit dem Nein des Gemeinderats hat ein Expertenteam die Schulraumplanung unter die Lupe genommen; Letztere wurde laut einer Mitteilung auch in den zuständigen Gremien neu besprochen.
Keine Aufteilung mehr
Klar ist nach der Arbeit der Fachleute: Eine Aufteilung des geplanten Bildungszentrums auf zwei Hauptstandorte ist für die Experten kein Thema mehr. Zunächst war nämlich eine Aufteilung von Primar- und Sekundarstufe und die Realisierung einer regionalen Oberstufe in Betracht gezogen worden. Diese sei «aus pädagogischer und betrieblicher Sicht nicht zielführend», heisst es in der Mitteilung.
Bei der Suche nach einem neuen Standort für das Bildungszentrum hätten die beteiligen Institutionen die Entwicklung der Schülerzahlen ebenso berücksichtigt, wie eine mögliche Erweiterung des Angebots. Dazu zählten unter anderem die Ergänzung des Zentrums durch einen Kindergarten, Betreuungsangebote und Sportmöglichkeiten. Geplant wurde mit einem Zeithorizont von 15 Jahren und mögliche Wachstumsszenarien wurden ebenso in die Überlegungen mit einbezogen wie eine Schrumpfung.
Zudem liessen die Fachleute laut der Mitteilung auch die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen nicht unbeachtet, wie es in der Mitteilung heisst. So seien bei der Prüfung gemeindeeigener Areale auch die Verfügbarkeit von Wohnraum für Einheimische beachtet worden.
Drei Szenarien werden geprüft
Herauskristallisiert hätten sich aus diesen Prüfungen drei Szenarien, welche nun vertieft betrachtet und einander gegenübergestellt werden sollten, heisst es in der Mitteilung weiter. Die beiden möglichen Standorte Grevas und Polowiese werden mit einer Machbarkeitsstudie vertieft.
Am Standort Grevas sind laut der Mitteilung zwei Szenarien denkbar. Dort stünden sowohl ein Neubau wie auch ein Teilneubau zur Debatte. Am Standort Polowiese wird ein Neubau geprüft. Bei der Ausarbeitung der drei Szenarien gehe man immer von den gleichen Voraussetzungen aus, damit die Vergleichbarkeit gewährleistet sei. Ein Entscheid soll im kommenden Jahr fallen. (red)