RhB-Linie nach Filisur erneut gesperrt
Anlässlich der Streckensperrung vom 24./25. September hätten im Nachgang zu den Unwetterschäden vom 18. Juli mehrere hundert Wurzelstöcke und Baumstämme oberhalb der Bahnstrecke zwischen Davos Monstein und Davos Wiesen wie geplant entfernt werden können, schreibt die RhB in einer Mitteilung vom Mittwoch. «Am kommenden Donnerstag und Freitag, 28./29. September, wird die Strecke Davos Platz – Filisur der für den Zugsverkehr nochmals gesperrt bleiben. Dieses Zeitfenster war als Reservezeitfenster für die Räumungsarbeiten mit Bahnersatz eingeplant. Aus betrieblichen Gründen wie kurzfristige Personalausfälle und Personalengpass kann das geplante Bahnersatzkonzept nicht rückgängig gemacht werden.» Die RhB nutze diese beiden Tage, um Sicherungs- und Kontrollarbeiten im hinteren Bereich des Schadensplatzes durchzuführen. Während der Streckensperrung verkehren Bahnersatzbusse Davos Platz – Filisur – Davos Platz.
Vorerst beendet sind die Aufräum-Arbeiten durch den Forstbetrieb der Gemeinde. Wie dessen Leiter Markus Hubert gegenüber der DZ erklärt, konnte nun ein Grossteil der umgestürzten Bäume entfernt werden. Die schwierigen Arbeiten hätten ohne Unfälle abgewickelt werden können, verkündet Hubert. «Zum Teil kamen lose Steine herunter, aber Arbeiter wurden keine getroffen.» Angesichts des schwierigen Geländes habe man die Arbeitssicherheit nochmals an die oberste Stelle gesetzt.
Vielleicht müsse man nun noch den einen oder anderen Baum zusätzlich entfernen, aber das werde man im Rahmen einer Gesamtbeurteilung festgelegt. «Ebenfalls werden wir die alte Zügenstrasse kontrollieren», verspricht der Forstleiter. Man entscheide, ob dort eine Räumung in diesem Jahr noch Sinn mache oder ob man den Winter abwarten wolle und anschliessend eine Neubeurteilung durchführe.
Die nun im Schmelzboden gelagerten Baumstämme könne man sicherlich verkaufen, so Hubert. Schwieriger gestalte sich das Vorgehen bei den Wurzelstöcken. Das Schreddern sei schwierig, weil meist noch Steine daran hängen würden. Eine andere Möglichkeit sei, die Stöcke natürlich zu entsorgen, und sie beispielsweise bei einem Gelände zum «Auf füllen» einzusetzen.