Desirée Steiner gewinnt in Rekordzeit
Mehr als 900 Läuferinnen starteten am Sonntagmorgen in Samedan zum 21. Engadin Frauenlauf. Nach zwei Jahren Unterbrechung durch die Pandemie präsentierten die Veranstalter wieder eine erstklassige Strecke. Bei tiefen Temperaturen und ohne Gegenwind war das Tempo von Anfang an hoch. Desirée Steiner und Giuliana Werro zeigten sich von Beginn weg aktiv und verrichteten viel Führungsarbeit. «Ich wusste, dass ich hart arbeiten muss, denn die Konkurrenz war sehr stark», sagte Desirée Steiner nach ihrem Sieg. Steiner, welche die Strecke zum ersten Mal lief, hätte ihrer aktiven Rolle beinahe Tribut gezollt: «Ich habe die ‹Golanhöhen› nach Zuoz unterschätzt. Man hatte mich zwar vor diesem Abschnitt gewarnt, aber ich musste viel mehr beissen, als ich es erwartet hatte.» Mehr Streckenkenntnisse hatte in diesem letzten Abschnitt vor dem Ziel die Routinière Seraina Boner, die prompt zum Angriff blies. Aber Steiner, Werro und die Tessiner Juniorin Maria Adele Zampa konnten mitziehen, und so kam es zur Entscheidung in einer Vierergruppe.
«Der Sieg hier mag sportlich neben meinen Weltcups und Continentalcups weniger bedeuten, aber die Stimmung und die Strecke sind einfach einmalig», schwärmte die Siegerin im Ziel. «Das ist Langlaufsport in seiner puren Form.» Einen grossen Dank richtete sie auch an ihren Vater Toni: «Ich hatte einen sehr guten Ski. Normalerweise präpariere ich sie selbst, aber heute war es mein Vater.» Dass das Material stimmte, zeigt auch die Schlusszeit der Siegerin: Mit 40.48,1 stellte sie einen neuen Streckenrekord auf. Seraina Boner lief schlussendlich auf den guten vierten Platz, und mit Selina Bebi auf Platz acht klassierte sich eine weitere Davoserin unter den besten Zehn. (pd)
Die Gesamtrangliste findet sich unter www.datasport.com