Der «Weihnachtscountdown» läuft
Alle Jahre wieder. In 56 Tagen feiern wir Weihnachten. Das mag nach einer Ewigkeit klingen – aber oftmals geht es schneller, als einem lieb ist. Wer sich in den Einkaufsgeschäften umsieht, könnte meinen, dass die Geburt von Jesus bereits seit mehreren Wochen gefeiert wird. Die Warenhäuser sind voll mit Adventskalendern, glitzernden Dekorationen und sonstigem Krimskrams. Warum können Weihnachtssachen eigentlich immer so früh gekauft werden? Der Detailriese Coop hat zum gleichen Zeitpunkt wie im Vorjahr mit dem Verkauf von Weihnachtsartikeln begonnen, wie es auf Anfrage heisst. Momentan seien es erste festliche Artikel, die in den Gestellen zu finden sind. «Wir richten uns mit diesem Angebot nach den Bedürfnissen unserer Kundinnen sowie Kunden und verzeichnen eine entsprechende Nachfrage», sagt Coop-Mediensprecher Caspar Frey. Das Angebot werde dann immer grösser, je näher die Festtage rücken.
Wir richten uns mit diesem Angebot nach den Bedürfnissen unserer Kundinnen sowie Kunden.»
Caspar Frey, Mediensprecher Coop
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Migros. Dort wird das Weihnachtssortiment jedes Jahr Ende Oktober in den Filialen eingerichtet. «Wir sind nicht früher dran als in den vergangenen Jahren», verrät Marcel Schlatter, Leiter Medienstelle. Kundinnen und Kunden sollen die Wahlfreiheit haben, ob sie nun früher oder später Weihnachtsprodukte einkaufen wollen. Wie jedes Jahr empfehlen die Unternehmen ihren Kunden, ihre Weihnachtseinkäufe nach Möglichkeit frühzeitig zu tätigen.
Keine Trends spürbar
Nach welchen Weihnachtsprodukten die Nachfrage aktuell am grössten ist, können beide Detailhandelsunternehmen nicht sagen. Es sei kein Trend spürbar. Auch ob sich die drohende Strommangellage auf das Einkaufsverhalten der Kundschaft auswirke, könne noch nicht beurteilt werden. Das generelle Einkaufsverhalten habe sich zwar nicht stark verändert. Ob effektiv weniger Weihnachtsbeleuchtungen gekauft werden, könne jedoch erst in einigen Monaten gesagt werden.