Der Startschuss zum 8,5 Millionen-Wärmeprojekt ist gefallen
8,5 Millionen Franken kostet das Wärmeenergie-Projekt der Wärmeverbund Domat/Ems AG insgesamt. 4,6 Millionen davon werden in den Bau der Energiezentrale und ersten Versorgungsleitungen investiert, der mit dem Spatenstich am Donnerstag offiziell losging. «Es ist ein wichtiger Tag für uns. Seit fünf Jahren an dem Projekt dran. Jetzt haben wir endlich alle Bewilliugungen beisammen und können loslegen», Martin Derungs, der Geschäftsleiter und Verwaltungsratspräsident der Wärmeverbund Domat/Ems AG, die sich aus der Gemeinde Domat/Ems, IBC Chur und der Rhiienergie AG zusammensetzt.
Als primäre Energiequelle nutzt der Wärmeverbund die Abwärme der EMS-Chemie und gegebenenfalls der Axpo Tegra, die heute über den Schifflibach ungenutzt in den Rhein fliesst. In der neuen Energiezentrale am Schifflibach soll diese Wärmeenergie über einen Wärmetauscher und eine Wärmepumpe auf die benötigte Temperatur von 65 Grad gebracht und über ein Leitungsnetz zu den Gebäuden gelangen, wie es in einer Mitteilung heisst.
Bau in Etappen
Von der Energie profitieren wird vor allem der Nordwesten des Dorfes, vom Hofstättli bis ins Zentrum. In einer ersten Bauetappe werde das neu bebaute Gebiet Hofstättle und anschliessend über die Via Calanda das Gebiet Tuma Platta mit dem Schulhaus erschlossen, heisst es. In einer zweiten Etappe werden die Wärmeleitungen weitergeführt bis in die Via Nova im Dorfzentrum und dem Gemeindehaus. Weitere Ausbauetappen seien massgeblich von den Zusagen interessierter Kunden abhängig.
Die Übersicht der Bauetappen und der Leitungen:
Ab Herbst 2019 werden die ersten Kunden mit ökologischer Wärme versorgt, womit die Gebäude beheizt und Brauchwarmwasser erwärmt wird. 2020 wird die Hauptleitung bis zum Gemeindehaus abgeschlossen sein. In den kommenden acht Jahren sollen dann auch alle Seitenstrassen erschlossen sein. (rac)