Der Schulweg ist wichtig für Kinder
Mit dem Churer Stadtrat und Bildungspolitiker Patrik Degiacomi sprach Corinne Raguth Tscharner
Wie nehmen die Kinder in Chur den Schulweg auf sich?
Wir haben eine ähnliche Haltung zum Schulweg wie der Kanton Basel – nämlich, dass die Kinder den Schulweg alleine bewältigen sollen. Der Schulweg ist ein wichtiger Ort, an dem Kinder viele Erfahrungen machen können, selbstständig werden können und ihr Sozialverhalten stärken können.
Die Kindergärten und die Schulhäuser in Chur sind sehr engmaschig in den Quartieren verteilt, damit die Kinder den Schulweg auch zeitlich selbstständig bewältigen können.
Wie sieht es in der Realität aus?
Wir erleben immer wieder die Situation, dass Eltern ihre Kinder in die Schule begleiten. Wir bedauern es jedoch noch mehr, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule fahren. Dafür betreiben wir auch einen gewissen Aufwand – wir informieren Eltern darüber, wie wichtig es ist, dass die Kinder den Schulweg selbst bewältigen.
Was wird unternommen, um den Schulweg sicher zu gestalten?
Die Stadtschule arbeitet gemeinsam mit der Stadtpolizei an der Prävention. In erster Linie geht es um die Verkehrssicherheit. Die Polizisten sind speziell ausgebildet und besuchen Kindergärten und vorschulische Einrichtungen, um es mit den Kindern zu üben. Weiter ist die Stadtschule immer wieder mit dem Tiefbauamt und der Stadtpolizei in Kontakt, um problematische Situationen zu beobachten und zu entschärfen.