Der RhB fehlen die Pendler
Seit rund zwei Wochen arbeiten viele Bündner wieder im Homeoffice. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte der Bundesrat Ende Oktober die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Arbeit, wenn immer möglich, von zu Hause aus zu erledigen. Die Folge: In Graubünden sind weniger Pendler mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Dies trifft auch die Rhätische Bahn (RhB).
«Die Passagierfrequenzen der Rhätischen Bahn sind seit dem Aufruf im Vergleich zum selben Monat im vergangenen Jahr auf etwa 60 Prozent gesunken», drückt der Direktor der RhB, Renato Fasciati, den Passagierrückgang gegenüber Radio Südostschweiz in Zahlen aus. Während die Züge zur Zeit des Lockdowns im Frühling beinahe leer unterwegs waren, hatte sich die Situation laut Fasciati im Sommer etwas erholt. Nun also wieder der Einbruch. «Wobei der Rückgang bei den Pendlerzügen, die von Schülern genutzt werden, nur etwa bei 30 Prozent liegt.»
Weniger Abos verkauft
Die aktuelle Coronasituation mache sich auch bei den Verkäufen von Abonnements bemerkbar, wenn auch in geringerem Ausmass, so der RhB-Direktor weiter. Rund sechs Prozent weniger nationale Generalabonnements werden verkauft. Beim BüGA, dem Bündner Generalabonnement, liegt der Rückgang geschätzt bei fünf Prozent.
Wie es zurzeit um den Autoverlad Vereina und den Glacier Express aussieht, erklärt Fasciati im Interview mit TV Südostschweiz: