Der Glarner Regierungsrat genehmigt vier verschiedene Lärmschutzprojekte im Glarnerland
Der Regierungsrat hat vier Lärmsanierungsprojekte an Kantonsstrassen bewilligt, wie er mitteilt. Gemäss der Lärmschutzverordnung des Bundes ist der Kanton verpflichtet, bei denjenigen Kantonsstrassen, bei welchen die Immissionsgrenzwerte überschritten werden, Lärmsanierungen durchzuführen. Die Kosten für die vier Projekte betragen rund eine halbe Million Franken.
Im Rahmen der vier Projekte werden in Netstal und in Riedern neue Strassenbeläge eingebaut. Und in Nidfurn und Leuggelbach erhalten Häuser Schallschutzfenster. In diesen beiden Dörfern ist laut der Regierung der Strassenbelag vorderhand noch in einem guten Zustand.
Für eine Reihe Liegenschaften werden allerdings auch so genannte «Erleichterungen» gewährt. Das heisst, dass dort die Vorschriften nicht eingehalten werden müssen. Die Behörden können Erleichterungen gewähren, wenn die Sanierung unverhältnismässig wäre. Im Fall des Lärmsanierungsprojekts Netstal können laut der Regierung zum Beispiel neben dem Einbau eines neuen Belages keine weiteren wirkungsvollen und verhältnismässigen Massnahmen an der Lärmquelle getroffen werden.
Netstal
Im Bereich der Lerchenstrasse und der Molliserstrasse in Netstal sind 14 Gebäude sanierungspflichtig und bei vier nicht überbauten Parzellen ist der Immissionsgrenzwert überschritten. Der Grenzwert für den Einbau von Schallschutzfenstern wird bei keinem Gebäude erreicht.
Bei der Molliserstrasse wurde im Jahr 2017 im Rahmen des Verkehrsberuhigungskonzeptes der Gemeinde eine Tempo-30-Zone umgesetzt. Als Lärmsanierungsmassnahme wird auf der Lerchenstrasse auf einer Strecke von etwa 405 Metern ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut. Dadurch kann der Grenzwert bei sechs sanierungspflichtigen Gebäuden und bei drei nicht überbauten Parzellen eingehalten werden. Bei acht Gebäuden und einer nicht überbauten Parzelle bleibt der Grenzwert überschritten. Dafür hat die Abteilung Umweltschutz und Energie Erleichterungen gewährt. Der Einbau des lärmarmen Belages ist ab 2021 vorgesehen.