Der Banküberfall war echt – der Täter sitzt
Am vergangenen Donnerstag ist in Chur der Hauptsitz der Graubündner Kantonalbank überfallen worden. Der Täter gab in der Schalterhalle zwei Schüsse ab und flüchtete mit mehreren zehntausend Franken Beute. Dank Hinweisen aus der Bevölkerung konnte er in der Altstadt verhaftet werden.
In den Kommentarspalten von «suedostschweiz.ch» schrieb Augenzeuge Thomas Wehrli: «Laut meinen Beobachtungen und Erfahrungen war dieser ‹Grosseinsatz› nur eine Übung.» Weiter seien die beiden Zivilpolizisten ziemlich lapidar vorgegangen und es entstand der Eindruck, die aufgenommene dritte Person sei ein Kollege der beiden Einsatzkräfte.
Der Kommentar von Thomas Wehrli:
Dem widerspricht auf Anfrage Roman Rüegg, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden: «Selbstverständlich war der Banküberfall ein Ernstfall und echt», so Rüegg. Es sei generell gesagt zwar grundsätzlich Polizeialltag, dass Ernstfälle geübt würden. Fände eine Übung aber in der Öffentlichkeit statt, würde man diese nicht im Unklaren lassen. «Eine solche Übung würden wir kommunizieren.» Und zwar nicht im Nachhinein, nachdem die Medien bereits darüber berichtet hätten, so Rüegg weiter. «So etwas können wir uns nicht leisten.»