Den Innerschweizern steht eine schwierige Saison bevor
Am Sonntag starten die Schwinger mit dem Ob- und Nidwaldner Kantonalen in die Kranzfestsaison 2026. Wo die Spitzenathleten aufeinandertreffen und wen es zu schlagen gilt.
Der traditionelle Berchtold-Schwinget in der Saalsporthalle in Zürich eröffnete am 2. Januar die Schwingsaison, die im Kilchberger Schwinget vom 5. September gipfelt. Dazwischen stehen neben zahlreichen Regionalfesten auch 38 Kranzfeste an, ein Grossteil davon bereits im Mai. Eine Einschätzung zu den Kräfteverhältnissen.
Zwei Powertruppen
Mit Samuel Giger und Werner Schlegel standen sich zwei Nordostschweizer im Schlussgang des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests im vergangenen Jahr in Mollis gegenüber. Dass nach einem Gestellten zwischen den beiden mit Armon Orlik ein Athlet aus dem Nordostschweizer Verband den Königstitel erbte, zeigt die enorme Dichte an Spitzenschwingern in diesem Teilverband. Auch in diesem Jahr dürfte bei Festen mit Ostschweizer Beteiligung kein Weg an Orlik & Co. vorbeiführen. Denn mit Damian Ott, Domenic Schneider und Marcel Räbsamen lässt sich auch die zweite Garde mehr als sehen.
Der einzige Teilverband, der es sowohl in der Breite als auch in der Spitze mit den Nordostschweizern aufnehmen kann, ist jener aus Bern. In Mollis holte kein anderer Teilverband so viele Kränze (12) wie die Berner, die den Nordostschweizern mit dem Power-Trio Fabian Staudenmann, Michael Moser und Adrian Walther dagegenhalten. Hinzu kommen Matthias Aeschbacher und Curdin Orlik, die an jedem Fest den Sieg holen können. Zwischen den Nordostschweizern und den Bernern darf ein Kampf auf Augenhöhe erwartet werden.
Ein Sorgenkind und ein Emporkömmling
Wenn überhaupt, dann nur punktuell eingreifen dürfte in dieses Duell der Innerschweizer Verband. Zu schwer wiegen die Rücktritte von König Joel Wicki und dem Zuger Hünen Pirmin Reichmuth. In die Bresche springen sollen die routinierten Marcel Bieri und Sven Schurtenberger sowie der talentierte Urner Neueidgenosse Lukas Bissig. Ob das jedoch reicht, um der Konkurrenz Paroli zu bieten, darf zumindest bezweifelt werden.