Den Chauffeuren wieder nahe sein
Während der Coronakrise hat Chur Bus entschieden, den Ticketverkauf beim Chauffeur einzustellen. Nun soll dies aber ab dem 19. Juni wieder möglich sein, wie Chur Bus in einer Mitteilung schreibt. Grund dafür seien die gesammelten Erfahrungen und Abstimmungen mit den weiteren Anbietern im Schweizer ÖV.
In Zeiten von Distanzregeln und Hygienemassnahmen wollte Chur Bus seine Chauffeure schützen. Daher waren die letzten Wochen Billette nur digital lösbar. Ebenfalls blieb die erste Sitzreihe abgesperrt. Diese solle zwar weiterhin gesperrt bleiben, jedoch dürften alle Personen, die kein Billett haben und nicht auf digitale Alternative ausweichen könnten, ihren Fahrschein wieder beim Fahrpersonal lösen, heisst es weiter.
Probelauf war entscheidend
In einem Vorlauf wurden bereits die elektronischen Mehrfahrtenkarten (Chip Card) von den Chauffeuren verkauft. Laut Mitteilung hat dieser Probelauf gezeigt, dass die Wiedereröffnung des Billettverkaufes im Bus möglich ist. Trotzdem werden Kundinnen und Kunden, welche bereits im Besitz gültiger Fahrausweise sind, gebeten, weiterhin bei den hinteren Türen einzusteigen. Auch appelliert Chur Bus an die Fahrgäste, die bestehenden digitalen Möglichkeiten zu nutzen oder auszuprobieren.
Ralf Kolleger, Unternehmensleiter der Bus und Service AG betont: «Eine möglichst kontaktarme Bewältigung des Alltages ist weiterhin ein sehr wichtiger Aspekt des allgemeinen Schutzkonzeptes. Darum raten wir unseren Kundinnen und Kunden die Billette nach Möglichkeit weiterhin kontakt- und bargeldlos zu beziehen.»
Die Chauffeure greifen wieder zur Kasse
Digitale Lösung bringt Vorteile
Zusätzlich zum kontaktarmen Bezahlen hätten die digitalen Fahrscheine auch einige positive Nebeneffekte. Denn wie Chur Bus schreibt, profitierten die Fahrgäste zu einem von einer automatischen Abrechnung sowie öfters von vergünstigten Fahrpreisen. Zum anderen sei die digitale Variante einfach und zeitunabhängig. Von der eingesparten Zeit würden auch andere Fahrgäste in Form von pünktlicheren Verbindungen profitieren
Ob in Zukunft die digitalen Tickets über Hand nehmen, sei aber noch unklar. «Wohin die Reise beim Ticketing führt, ist ein offenes Geheimnis. Die während der Coronakrise gemachten Erfahrungen begünstigen die kontaktlose Bezahlung. Ich bin überzeugt, dass gerade in Graubünden als Tourismuskanton solche Bestrebungen wichtig sind», so Kolleger.