Werkhöfe: Aus zwei mach eins?
Der Kleine Landrat (KL) hat sich für die laufende Legislatur viel vorgenommen. Seine Vorhaben forumliert er jeweils in den sogenannten Legislaturzielen. Bereits 2021 vermerkte der KL dort, dass man ein Nutzungskonzept für das Areal «Valentin Meisser» an der Bahnhofstrasse 19 im Dorf ausarbeiten wolle. Während das Projekt in den letzten beiden Jahren eher schleppend voranging, scheint man nun aufs Gaspedal zu drücken. Denn klar ist seit August: Die Gemeinde will im Rahmen der Wohnraumstrategie auf besagtem Areal neue Wohnungen erstellen, wobei das jetzige, baufällige Wohngebäude abgerissen werden soll. Gemäss dem Papier sind 18 neue Wohnungen vorgesehen, die schwerpunktmässig an Alleinstehende und Fachkräfte vermietet werden sollen.
Effizienzgewinn erwartet
Doch auf dem Grundstück, das früher einer Bauunternehmung diente, sollen nicht nur Wohnungen entstehen. In der Botschaft des KL heisst es: «Es ist insbesondere vorgesehen, den bestehenden Werkbetrieb an der Talstrasse 43 im Areal Val. Meisser zu integrieren. So werden die Werkstätten des Verkehrsbetriebs (VBD) und des Werkbetriebs an einen zentralen Ort zusammengeführt, wodurch verschiedene Synergien entstehen, zum Beispiel im Bereich der Lagerführung oder für Stellvertretungen. Im Gegenzug können verschiedene Flächen und Gebäude an attraktiver Lage einer anderen neuen Nutzung zugeführt werden.»
Der zuständige Landrat Simi Valär erklärt auf Anfrage der DZ, dass die Zusammenlegung der Werkhöfe schon seine Vor-Vor-Gänger ins Auge gefasst hätten. «Die Pläne verliefen aber immer im Sand.» Nun habe man – getrieben von der Frage nach neuem Wohnraum – die Pläne aber wieder in Angriff genommen, meint der Vorsteher des Hochbaudepartements zum aktuellen Stand. Zu genauen Details konnte er noch keine Auskunft geben. Aber auch er führt den Effizienzgewinn ins Feld, von dem die Gemeinde bei einer Zusammenlegung profitieren würde. Doch ist der bestehende Werkhof in der Ecke Talstrasse/Kurgartenstrasse nicht ideal aufgrund seiner zentralen Lage? Valär bejaht zwar, dass die Lage gut sei, aber die Tatsache, dass die Gemeinde zwei Garagen betreiben müsse, ein nicht zu unterschätzender Faktor sei. Was die Zukunft des Werkhofes anbelangt, so wäre wohl vor allem die Davos Destinations-Organisation (DDO)gefragt. Denn das von den Stararchitekten Gigon/Guyer entworfene Gebäude ist in ihrem Eigentum. Sollte die Entflechtung Realität werden, darf man gespannt sein, wie das 1998/99 errichtete Haus umgenutzt werden kann.