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Schweiz & Welt

«Es wird nochmals eingekiest»

Davoser Zeitung
13.04.2024, 07:00 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Seiner Feststellung liess Valär die Frage folgen, ob «hier noch weitere Massnahmen zur Verbesserung, Einkiesung oder einem anderen, geeigneteren Material geplant» seien. «Ja», antwortet der Kleine Landrat (KL) und verteidigt die Vorgehensweise: «Das streckenweise eingebrachte Arieschbach-Material auf dem Spazierweg am Landwasser vom Jakobshorn-Parkplatz bis hin zur Färbi-Sporthalle hat sich durchaus als geeignet erwiesen. Das Material besteht aus feinen Anteilen, welche sich sehr gut verdichten und somit eine solide und kompakte Unterlage ergeben.» Auch hin-sichtlich Unterhalt des Spazierweges mit den Fahrzeugen des Werkbetriebs habe das eingebrachte Arieschbach-Material für positive Erfahrungen gesorgt, da es eine harte Unterlage biete und somit der Spazierweg keine grösseren Schäden nach der Winterzeit aufzeige, fährt der KL fort und erklärt, dass diese ansonsten von Hand mühsam und aufwendig wiederhergestellt werden müssten. Zum Vergleich könne der Seeweg herangezogen werden, wo mit dem gleichen Material gute Erfahrungen gemacht worden seien.

Die Erfahrung habe ausserdem gezeigt, dass grobes und loses Kiesmaterial bei Abtauen von Schnee oder bei heftigerem Regen sofort an Festigkeit verliere und sich in grob und lose aufteile. Das führe zu grossen Wasserpfützen und Unregel-mässigkeiten, was wiederum zu inten­siven Unterhaltsarbeiten geführt habe. «Aus diesem Grund wurde bei der letztjährigen Sanierung des Weges auf das Arieschbach-Material gesetzt.»

Doch auch bei diesem Material musste im Frühjahr nachgebessert werden, da es bei der Schneeschmelze zu Matsch kam. «Als Gegenmassnahme wurde der Seeweg im Frühling dann mehrmalig leicht eingekiest und so die aufschwemmenden feinen Anteile wieder gebunden.», erklärt der KL das Vorgehen, das nun auch beim Landwasserweg vorgesehen ist. «Die aufgeschwemmten feinen Anteile werden sich mit dem Kies verbinden und verfestigen, womit die kompakte und sehr feste Unterlage wiederhergestellt wird.» Insegesamt sei diese Art der Sanierung im ersten Moment zwar aufwändiger, führe aber längerfristig zu weniger Unterhalt, und der Komfort für zu Fuss Gehende, Kinderwagen und beeinträchtigte Benützende steige enorm. «Schlussfolgernd ist zu erwähnen, dass die Haltbarkeit solcher Wanderwege viel höher ist als bei der herkömmlichen Variante», schliesst der KL seine Aufführungen. Befriedigt von dieser Antwort zeigt sich Fragesteller Landrat Hans-Jörg Valär. «Ich hoffe, es funktioniert auch so», kommentiert er gegenüber der DZ, «denn der Landwasserweg ist einer unserer wichtigsten.»

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