Nach der WM folgt das Heimspiel
Eines der Schweizer Aushängeschilder an der WM war die 17-jährige Xenia von Siebenthal. Sie wurde ihrem Status auch gerecht und holte nicht nur den Weltmeistertitel im Parallelslalom, sondern zusammen mit dem Engadiner Fadri Mosca auch noch Bronze im Team-Wettbewerb. Dementsprechend zufrieden ist sie mit dem Erreichten, wie sie auf Anfrage erklärt. Sie trauert auch der als Vierte knapp verpassten Medaille im Parallel-Riesenslalom nicht nach: «Jemand muss halt Vierter werden.» Ihr gefiel vor allem die gute Stimmung vor Ort mit vielen Zuschauenden sowie auch jene im Schweizer Team. «Wir hatten einen guten Zusammenhalt.» Nun freut sie sich auf den Start am kommenden Wochenende am Europacup auf dem Rinerhorn, denn ein Wettkampf quasi vor der eigenen Haustüre sei immer etwas Spezielles.
«Es war cool, aber...»
Auch für Nicola Meisser (18) war es nicht die erste Junioren-WM, die er bestreiten durfte. Auch er schwärmt davon, wie cool es gewesen sei, dem Schweizer Team anzugehören. Er meinte jedoch, dass er mit seinen Resultaten nicht ganz zufrieden sei: «Es wäre mehr drin gelegen, aber ich konnte meine Trainingsleistungen im Rennen nicht abrufen. Ausser im Team-Wettbewerb, wo wir den tollen achten Platz erreichen konnten.» Seine Vorfreude auf den Heim-Europacup ist sehr gross, und er sieht das erste Europacup-Aufgebot des Winters auch als Belohnung für eine gute Saison.
Jüngste des Davoser WM-Quartetts war Bignia Schulz (15). Sie habe mega-coole internationale Erfahrungen in einem tollen Team sammeln können, meint sie. Sie war mit ihrer Leistung im Parallelslalom einigermassen zufrieden, während im Riesenslalom und im Team-Wettkampf ihrer Meinung nach noch wesentlich mehr dringelegen hätte. «Ich war aber bis drei Wochen vor der WM noch verletzt, sodass ich zufrieden damit bin, dass es mit einer Teilnahme letztendlich doch noch geklappt hat.» Auch sie freut sich auf den ersten Europacup-Einsatz ihrer Karriere. «Dass der auch noch auf unserem Hausberg Rinerhorn stattfindet, ist natürlich doppelt schön.» Sie wolle das Rennen vor allem geniessen: «Ich werde an den Start gehen, mein Bestes geben und schauen, zu was es reichen wird.»