Von alten Hasen und jungen Hüpfern
Die Seelaufserie kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und gehört seit Jahrzehnten fest zum Sommerprogramm von vielen Einheimischen aber auch Gästen. Vor 41 Jahren am 16. August 1983 hatten bei der ersten Serie am Seelauf 73 Personen teilgenommen. Diesen Dienstag waren es über 310. Dies sind ebenfalls rund 100 Läuferinnen und Läufer mehr als im letzten Jahr. Die Zahlen zeigen die Beliebtheit des läuferischen Stelldicheins eindrücklich auf. Ein Grund für den immer wiederkehrenden Andrang an Teilnehmenden ist sicher auch, dass man sowohl kompetitiv oder einfach für sich selbst mitlaufen kann. So hatte es auch am Dienstag wieder ein zwei alte Hasen dabei, die nach langer Zeit wieder prüfen wollten, ob sie es überhaupt noch um den See schaffen. Natürlicherweise mit dem Wissen sicher nicht mehr so schnell zu sein wie noch als Kind. Aber es zählt ja bei vielen einfach der olympische Gedanke: «Dabei sein ist alles».
Und auch wenn man im Strandbad mit den Anwesenden spricht, fast jede und jeder hat eine Geschichte zum Seelauf. So meint eine junge Frau: «Ich erinnere mich noch an früher. Ich bin so oft mitgelaufen und hatte super Zeiten.» Nach kurzer Konsultation mit dem ausführlichen, online abrufbaren Archiv, muss leider festgestellt werden, dass es sich um lediglich eine Teilnahme im Jahre 2007 handelte und die Leistung dazumal doch gar nicht so grossartig war. Aber Hauptsache die Erinnerung war bis zu diesem Zeitpunkt wirklich schön. Die junge Frau wird aber gewiss nicht die einzige sein, die sich gerne an die Zeiten erinnert, als man noch jung, sportlich und unerschrocken um den See rannte. Noch heute, dies zeigen die hohen Teilnehmerzahlen, werden nicht wenige solcher Erinnerungen an den Dienstagabenden am See kreiert.
Der Wettergott ermöglicht eine Rekordzeit
So wurde beispielsweise bei den Damen eine Saisonbestzeit aufgestellt. Die Deutsche Judith Grosseaschoff aus Gottlieben schaffte zwei Runden um den See in nur 32:26.2 Minuten. Bei den Herren reichte es nicht für eine Rekordzeit. Doch war auch dieser Seelauf von Höchsleistungen geprägt. Diese wurden vom offensichtlichen Laufsportenthusiasten Petrus begünstigt, denn genau während des Laufes herrschten beste Temperaturen und auch den Regen hielt er zurück, bis auch die letzten Teilnehmenden im Ziel waren.
Am 27. August werden dann bei der abschliessenden Ausgabe dieses Jahres erneut alle versuchen die Ziellinie zu erreichen. Speziell am nächsten Seelauf ist, dass die Wertung auch für die Bündner Lauftrophy zählen wird. Und wer weiss, vielleicht gibt es die nächsten Geschichten und Rekorde zu bestaunen.
Die Ranglisten und Zeiten gibts hier: www.trackclub.ch/seelauf/rangliste