Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

Revolution der Farben

Davoser Zeitung
27.09.2023, 07:00 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Ausgebildet wurde er als Zahntechniker in Davos. Später arbeitete er in einem Privatlabor in London, wo er bereits inno­vative Ideen umsetzen konnte, ­wie beispielsweise das erste Zahnimplantat mit Federung für besseres Kauen.

Getrieben vom Wunsch, die Lebensqualität für die Menschen zu steigern, kam Chiavi in den Bereich der Ergonomie. Schon bald erhielt er Aufträge der IBM Schweiz, Deutschland, Frankreich und England, um die Sitzhaltung vor dem Computer zu verbessern.

Als nächstes bekam er die Gelegenheit, sich bei einem Physiologen in Gestaltungsphysiologie schulen zu lassen. Dazu war er im Institut für angewandte Mikrobiologie der Ethik tätig. Dort lernte er bei den Gestaltungsphysiologen Professor Dr. Lüder und Dr. Roman Lietha. Es ging um die wichtigsten Elemente: Luft, Licht, Schall, Ergonomie, Farben und Formen. Zuerst experimentierte er mit dem Licht als effektives Arbeitselement, um eine bessere Atmosphäre zu schaffen und die Arbeitsleistung zu erhöhen.

Danach nahm er das Thema Schall in Angriff. So konnte Chiavi beispielsweise die internationale Schule in Basel mit Schalldecken ausstatten, um Hörschäden und einen Stress verursachenden Lärmpegel zu vermeiden. Für das Lehrpersonal wurde so eine Arbeitsatmosphäre geschaffen, die angenehmer und weniger belastend ist.

Schliesslich gelangte er zur Welt der Farben. Ihm fiel auf, dass die Geschäftswelt dominiert ist von Grau, Schwarz und Anthrazit. Farben, die das Gemüt bedrücken und dadurch die Motivation blockieren und die Arbeitsleistung bremsen. So kam es, dass der Farbspezialist die Büros der UBS und der Kantonalbank Graubünden farbig ausstatten konnte. Aufträge erhielt er auch für Gebäude von Novartis Basel und Paris, aber auch vom Pharmakonzern Sandoz. So ist er dank der Farben überall herumgekommen und konnte erfolgreich die Arbeitsatmosphäre vieler Firmen, wie beispielsweise Mercedes Stuttgart und Brasilien, Metro International, Shanghai (China) und Bangalore (Indien), sowie Villeroy und Boch, angenehmer gestalten. Dank dem Erfolg mit der Farbberatung wurde Chiavi ebenso von Kliniken und Schulen angefragt. Seine Farbkonzepte waren erfolgreich. Egal ob Hotelbesucher, Angestellte, Patienten, Pflegepersonal oder Lehrer – sie alle ­waren froh über mehr Farbe im Leben. Sogar Schüler haben die Schule mit Freude besucht. In Davos selbst wurde beispielsweise das EWD dank seiner Beratung farblich gestaltet, und genauso die Thurgauer Heilstätte. Wer die heilsame und entspannende Wirkung seiner Farbkonstellationen erleben möchte, könnte die Therme «Bogn Engiadina» in Scuol besuchen. (pd)

Mehr zum Thema: Sport, Davos