DKB AG beschenkt sich zum «Geburi» selber
Gewohnt speditiv führte Verwaltungsratspräsident Carlo Schertenleib durch die am Freitag durchgeführte GV, doch hin und wieder nahm er sich auch Zeit, eine Anekdote aus früheren Jahren zu erzählen. Doch als allererstes präsentierte er die wichtigsten Geschäftszahlen – «eine sehr gute Bilanz», wie er unterstrich. Zwar habe man beim Verkehrs-ertrag ein Minus verzeichnen müssen (im Sommer –4.1 und im Winter –5.0 Prozent). Ein Teil dieses Rückgangs lasse sich auch mit dem Ausfall der Gotschnabahn Ende Winter erklären. «Kompensiert wurde das Ganze aber mit Mehreinnahmen in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie (+39.6 Prozent).» Zu den Hotels hielt er fest, dass diese der Unternehmung Ertrag bringen würden, aber als Immobilien auch wichtig seien als Sicherheit bei einem Kreditantrag.
Doppelte Dividende
Während der Cashflow mit rund 41 Millionen erneut sehr hoch ausfiel, resultierte als Jahresergebnis ein Gewinn von 16.7 Millionen Franken. Wie bei der DKB AG gewohnt, wird ein Teil dieses Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet. Doch bevor Schertenleib auf die Details einging, erwähnte er noch zwei Zahlen: Den Mitarbeitenden habe man als Wertschätzung für ihren grossen Einsatz einen Bonus in der Gesamthöhe von 750 000 Franken ausbezahlt, und 3,3 Millionen Franken gingen «weg an den Staat», sprich, musste die Gesellschaft als Steuern zahlen.
Heuer beantragte der Verwaltungsrat (VR) aber, nebst der ordentlichen Dividende von fünf Franken pro Aktie noch eine Jubiläumsdividende von ebenfalls fünf Franken pro Aktie auszuschütten, insgesamt also zehn Franken pro Aktie. Dagegen ging im Vorfeld ein Antrag ein: Ein Aktionär wollte eine Jubiläumsdividende von zwanzig Franken pro Aktie ausgeschüttet haben. So schritt man also zur Abstimmung, was doch einige Minuten in Anspruch nahm, denn bei allen zustimmenden Aktionären mussten die Stimmen ausgezählt werden. Es zeigte sich aber, dass der Antrag mit rund 4000 Ja- gegen 310 000 Nein-Stimmen keine Chance hatte. Hingegen stimmte eine grosse Mehrheit dem Antrag des VR zu, womit eine Gesamtsumme von rund 3.7 Millionen Franken ausgeschüttet wird. Auch die übrigen statutarischen Geschäfte – die Entlastung von VR und Geschäftsleitung sowie die Wiederwahl der Revisionsstelle – wurden klar angenommen.