Davos holt ersten Heimsieg und zwei Matchpucks
Im 5. Spiel des Playoff-Finals zwischen Davos und Fribourg-Gottéron gewinnt erstmals das Heimteam. Nach dem 5:4 nach Verlängerung haben die Bündner zwei Matchpucks, den ersten am Dienstag in Freiburg.
Wie das zweite ging auch das dritte Heimspiel des HCD in die Verlängerung, diesmal aber mit dem besseren Ende für das Heimteam. Nach nur 2:26 Minuten der Overtime war es Adam Tambellini, der die wie immer in diesem dramatisch verlaufenden Final volle Eishalle in Ekstase versetzte. Der Freiburger Nathan Marchon hatte sich eine völlig unnötige Strafe wegen Spielverzögerung eingehandelt.
Auf eine Verlängerung hatte zunächst nichts hingedeutet, nach 16 Minuten führte Fribourg 3:0, und es bahnte sich der fünfte Auswärtssieg im fünften Finalspiel an.
Der fünfte Akt dieser Finalserie verlief völlig anders als die ersten vier und könnte ein Indiz für eine aufkommende Müdigkeit sein. Bei beiden Teams ging die Ordnung deutlich öfter verloren – bei Davos vor allem im ersten, beim Gast im zweiten Drittel.
Zwei völlig unterschiedliche erste Drittel
In den ersten 20 Minuten spielte fast nur Fribourg. Ein vermeintlicher erster Treffer von Jacob de la Rose, es wäre sein erster Skorerpunkt im Final gewesen, wurde nach einer erfolgreichen Coach's Challenge wegen eines Offsides noch zurückgenommen (8.). Dann aber schlug es innert viereinhalb Minuten gleich dreimal hinter HCD-Goalie Sandro Aeschlimann ein. Marcus Sörensen traf nach einer Traumkombination, sein Sturmpartner Lucas Wallmark mit dem ersten Freiburger Powerplaytor der Finalserie und Jan Dorthe mit einem abgelenkten Schuss.
Die Hoffnung des Gastgeber wahrte Calle Andersson, der in der Schlussminute des Startdrittels genau zwischen zwei Verteidigern hindurch zum 1:3 verkürzte. Der mittlere Abschnitt zeigte das genau entgegengesetzte Bild. Der HCD kam mit viel Druck aus der Kabine und skorte in regelmässigen Abständen. Yannick Frehner nutzte den Abpraller eines eigenen Abschlusses zum 2:3 (23.), Sven Jung profitierte vom Forechecking Filip Zadinas und einem feinen Pass Adam Tambellinis (31.) und in der 36. schloss Matej Stransky einen schnellen Konter mit dem Führungstreffer zum 4:3 für die Bündner ab. Zadina kehrte nach einem Spiel Verletzungspause ins Team zurück, Tambellini erhielt den Vorzug gegenüber Brendan Lemieux, der erstmals in dieser Finalserie zuschauen musste.