Davos bereitet sich auf den Krisenmodus vor
So verfügt die Gemeinde für alle am Auf- und Abbau temporärer WEF-Bauten und Umnutzungen beteiligten Personen eine einheitliche 3G-Zertifikatspflicht. Das Gleiche gilt für Mitarbeitende und Gäste, die während der WEF-Woche in Eventlokalitäten zugegen sein wollen. Damit sind die Vorgaben weniger streng, als jene des WEF, das auf eine 1G-Strategie mit zusätzlichen Tests setzt. Die Gemeinde habe sich in Absprache mit dem Kanton für diese Regelung entschieden, antwortet Landammann Philipp Wilhelm auf Anfrage. «Mit der 3G-Regel erreichen wir eine für Einheimische und Gäste einheitliche Regel, da diese für reguläre Gastrobetriebe sowieso schon gilt». Sie seien der Ansicht, damit ein sicheres Vorgehen einführen zu können.
Verschärfung möglich
«Veranstaltende und Arbeitgebende sind frei, über die Vorgaben der Gemeinde hinauszugehen und für ihr Team stärkere Schutzmassnahmen vorzusehen, genauso auch das WEF», erläutert Wilhelm weiter. Wie oft diese mögliche Erhöhung der Schutzmassnahmen angewandt werden wird, ist gegenwärtig offen. Die Gemeinde erwartet auf jeden Fall eine deutliche Zunahme bei den Tests. Sie bietet deshalb beim Jakobshornparkplatz, dem Tourismuszentrum und am Seehofseeli zusätzliche, vom Spital Davos betriebene Testmöglichkeiten an. «Dort können sich Personen ohne Symptome, die einfach ein Zertifikat benötigen, kostenpflichtig testen lassen», gibt Walter Kistler, Leiter des Pandemiestabs am Spital, Auskunft. Offen sein sollen sie vor allem an Wochenenden und bei Veranstaltungen.
In Betrieb nehmen will man die Zentren auf die Hochsaison hin. «Im Moment wären diese Kapazitäten überdimensioniert und würden grosse, unnötige Vorhaltekosten verursachen.» Bestehen bleiben sollen die Zentren über den Jahreswechsel und das WEF-Jahrestreffen. Je nach Bedarf sogar noch bis in den Februar hinein. Doch auch beim Testzentrum beim Spital, bei dem sich alle Patienten mit Symptomen melden sollen, wurden die Kapazitäten erhöht. Kistler: «Es wurde nochmals optimiert, sodass die administrativen Vorgänge weiter verkürzt werden konnten.»