Das Ufer des Lago Poschiavo wird doch anders aussehen
Die Repower AG will ihre Kraftwerkanlagen im Puschlav ausbauen. Für den Bau eines Pumpspeicherwerks im Rahmen des Projekts «Lagobianco» hat sie vom Kanton bereits grünes Licht erhalten. Teil des Projekts ist auch die neue Ufergestaltung des Lago di Poschiavo in und um Miralago.
Nun hat die Bündner Regierung ein erneutes Gesuch der Repower AG genehmigt, das die Seeufergestaltung betrifft. Weil der Bau des Pumpspeicherkraftwerks zurückgestellt worden sei, die Repower AG aber gleichwohl an Fristvorgaben zur Seeufergestaltung gebunden sei, fehle es derzeit am erforderlichen Ausbruchmaterial. So schreibt es die Regierung in einer Mitteilung.
Gemäss früherer Baubewilligung hätte für die geplanten Aufschüttungen am Ufer 140'000 Kubikmeter Material aus dem Kavernenausbruch des Pumpspeicherkraftwerks verwendet werden sollen. Dieses Material fehlt nun. Deshalb darf die Repower gemäss Bündner Regierung weniger Material aufschütten. Das Seeufer werde deshalb vorerst anders aussehen als geplant. Wird das Pumpspeicherwerk später realisiert, müssen die Aufschüttungen aber im ursprünglich genehmigten Umfang umgesetzt werden. (jas)