Das sagen die Bündner zu ihrem WM-Einsatz
Annik Kälin schafft es am Siebenkampf der Frauen an der Leichtathletik-WM in Eugene auf Platz 6. Konstant starke Leistungen samt einem persönlichen Bestwert über 100 m Hürden (13,17) ergaben eine Verbesserung des Schweizer Rekords um 66 Zähler. Insgesamt erreicht sie 6464 Punkte.
Die Freude bei Kälin ist gross, wie sie im Interview gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA verrät: «Es ist cool, dass ich auf diesem Niveau zurückkommen konnte. Ich habe abgerufen, was ich kann.» Dass es nun für den Schweizer Rekord gereicht hat, freut sie sehr.
Jetzt bin ich beschwerdefrei und das ist das Wichtigste.»
Annik Kälin, Bündner Leichtathletin
Die 22-Jährige war im Olympiajahr 2021 durch Rückenschmerzen zurückgeworfen worden. Die Hallen-EM 2021 brach sie nach dem Hürdenlauf ab, und die Qualifikation für die Spiele in Tokio konnte sie ebenfalls nicht angehen. Nun ist die Bündnerin wieder zurück. «Das mit dem Rücken brauchte viel Geduld», so Kälin. Danach habe sie viel Rumpftraining gemacht und rückenschonende Techniken angewandt. «Jetzt bin ich beschwerdefrei und das ist das Wichtigste.»
Vor allem bei der Schnelligkeit konnte Kälin an der WM punkten. In den technischen Disziplinen konnte sie noch nicht ganz umsetzen, was sie sich vorgenommen hatte, wie sie verrät. «Auf die EM hin möchte ich noch mehr an der Technik feilen.» Fertig sei sie noch lange nicht. «Ich sehe überall noch Potenzial», sagt die Siebenkämpferin.
Reais scheidet in der Qualifikation aus
William Reais schied in den Vorläufen über 200 m in 20,71 Sekunden aus. Der Bündner war in der Saisonvorbereitung von einem Sehnenriss geplagt worden und erreicht derzeit nicht das Niveau, das ihm 2021 die Olympia-Teilnahme eintrug. Die Enttäuschung ist spürbar, wie man aus dem Interview heraushört: «Wenn man an eine WM geht, möchte man immer in der Nähe der persönlichen Bestleistung sein», so Reais. Er habe allerdings einen grossen Trainingsrückstand. «Gegen Schluss werde ich jeweils sehr müde, was früher nicht so war.» (nen / sda)
Gegen Schluss werde ich jeweils sehr müde, was früher nicht so war.»
William Reais, Bündner Leichtathlet