«Das Problem ist nach wie vor dringlich»
Julia Popp, 300 Menschen haben sich am Freitagabend für eine Kundgebung von Klimastreik Graubünden in Chur versammelt. Haben Sie mit so vielen Teilnehmern gerechnet?
Wir hoffen natürlich immer auf viele Teilnehmer. Und am Freitag in Chur sind unsere Hoffnungen erfüllt worden. Es freut uns, dass nach wie vor viele Leute an unserer Bewegung interessiert sind.
Die Krise hat gezeigt, dass Veränderungen möglich sind.»
Hat das Coronavirus der Klimabewegung einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Thema Klima und insbesondere die Streiks etwas in den Hintergrund gerückt?
Ja, wir haben in dieser Zeit auch noch Aktionen geplant gehabt, die nicht stattfinden konnten. Das war schade. Aber die Krise hat auch gezeigt, dass Veränderungen möglich sind.
Wie fand die Kundgebung gestern statt?
Mit Maskenpflicht und Contact Tracing. Soweit ich das gesehen habe, hat das gut funktioniert.
In Bern findet eine Aktionswoche statt.»
Wie wichtig ist das Comeback der Klimabewegungen?
Sehr wichtig. Das Problem ist nach wie vor vorhanden. Man sieht das beispielsweise an den Waldbränden in Kalifornien. Das Problem ist nach wie vor dringlich.
Wie geht es mit der Klimabewegung Graubünden weiter, was sind die nächsten Anlässe?
Wir werden immer wieder Demos machen in verschiedenen Städten. In Bern findet eine Aktionswoche statt.
Gibt es für Graubünden bereits Daten?
Nein, ein festes Datum für Graubünden steht derzeit noch nicht.