Das Nationalteam vom Traumstart 1934 bis zum Viertelfinal 2026
Der Viertelfinal-Einzug im Penaltyschiessen gegen Kolumbien markiert für die Schweizer Nationalmannschaft einen Meilenstein. Nachfolgend eine Auswahl denkwürdiger Schweizer WM-Momente.
1934 – Traumstart bei der WM-Premiere
Die Schweiz schreibt schon an ihrer ersten Weltmeisterschaft Geschichte. In Mailand gewinnt sie den Achtelfinal gegen die Niederlande 3:2 und zieht auf Anhieb in den Viertelfinal ein. Dort ist gegen die Tschechoslowakei nach einem 2:3 Endstation, dennoch setzt die Mannschaft von Nationaltrainer Heinrich «Henry» Müller ein Ausrufezeichen. Der Vorstoss unter die besten acht Teams der Welt begründet den Ruf der Schweiz als unangenehmer Turniergegner. Der erste von nunmehr vier WM-Viertelfinal-Einzügen ist der erste grosse Erfolg der Nationalmannschaft auf internationaler Bühne.
1938 – Der Sieg gegen Grossdeutschland
Kein WM-Spiel hat in der Schweizer Fussballgeschichte einen vergleichbaren Symbolcharakter. Nach dem 1:1 im ersten Duell gegen Grossdeutschland erzwingt das damalige Reglement ein Wiederholungsspiel. Dieses gewinnt das Ensemble von Trainer Karl Rappan nach einem 0:2-Rückstand 4:2. Der Erfolg wenige Monate nach dem Anschluss Österreichs erhält weit über den Sport hinaus eine politische Bedeutung, er wird zu einem Symbol des schweizerischen Widerstandsgeistes. Der Viertelfinal gegen Ungarn geht anschliessend 0:2 verloren, der Triumph über Grossdeutschland bleibt unvergessen.
1954 – Heim-WM und Viertelfinal
Die Heim-WM beschert der Schweiz ihren bis dahin grössten sportlichen Erfolg. Nach zwei Siegen gegen Italien (2:1/4:1) erreicht das Team die Runde der letzten acht. Dort folgt die legendäre «Hitzeschlacht von Lausanne» gegen Österreich. Die Schweiz – wiederum mit Karl Rappan an der Seitenlinie – führt 3:0, verliert die bis heute torreichste Partie der WM-Geschichte aber noch 5:7. Trotz des bitteren Ausscheidens bleibt die Heim-WM mit dem Viertelfinal bis heute einer der grössten Erfolge der Nationalmannschaft.