Das Los entscheidet über Davoser Landratssitz
Die Davoser haben am Abstimmungssonntag vor einer Woche nicht nur die Wahlzettel für einen neuen Landamann in die Urne geworfen, sondern auch die Mitglieder des Grossen Landrats gewählt. Besetzt wurden jedoch nur 16 der 17 Sitze des Parlaments. Philipp Peter Bärtschi (FDP) und Lukas Kistler (GLP) hatten beide das absolute Mehr erreicht, erzielten aber mit den niedrigsten Wählerstimmen genau das gleiche Resultat.
Aus diesem Grund wurde bei den beiden Kandidierenden eine Nachzählung durchgeführt. Deren Resultat steht nun fest. «Die Nachzählung konzentrierte und beschränkte sich auf die Prüfung derjenigen Wahlzettel und derjenigen Stimmen, die zur Stimmenzahl der beiden betroffenen Landratskandidaten beitragen können», teilte die Gemeinde Davos am Samstag mit. Mit diesem Verfahren sind bei Bärtschi und Kistler die gleiche Anzahl Stimmen (1047) bestätigt worden.
Da im vorläufigen Gesamtergebnis die erreichten Stimmen der Kandidaten nach der Nachzählung weiterhin dieselbe Anzahl betragen, muss das Los entscheiden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Losziehung finde nach der amtlichen Publikation statt.
Zu grösseren Sitzverschiebungen im Davoser Parlament ist es Ende September nicht gekommen. Neu nimmt die GLP wieder Einsitz im Grossen Landrat. Die FDP konnte ihre sechs Mandate verteidigen, wobei es wegen der Losziehung wie bei der GLP noch zu einem weiteren Sitz kommen könnte. Die SVP ist weiterhin mit drei Mitgliedern vertreten. Die SP, die nicht auf Sitzgewinne aus war, konnte ihre drei Vertretungen halten; die Partei politisiert im Grossen Landrat künftig mit drei Frauen. Die EVP und BDP hätten zulegen wollen, es bleibt jedoch bei je einem Sitz. Als einziger parteiloser Kandidat wiedergewählt wurde Hans Vetsch.
(rac)