Das «Kanti» ist bereit für Babys aus Walenstadt
Noch Mitte Herbst 2019 präsentierte sich die Lage so, dass die Gynäkologie und Geburtshilfe im Spital Walenstadt erst im Jahr 2027 geschlossen werden sollte. Dies schreibt das Kantonsspital Graubünden in einer Mitteilung. Im November 2019 wurde das «Kanti» Graubünden darüber informiert, dass die Schliessung bereits auf Mai 2020 geplant sei. Im vergangenen Dezember kam überraschend die Nachricht, dass die Geburtshilfe in Walenstadt nun bereits per Februar 2020 geschlossen werden solle.
Der Druck auf die Schweizer Spitäler steige, heisst es weiter. In der Südostschweiz und im Kanton St. Gallen ist die stationäre Versorgung mit Spitalbetten am höchsten in der ganzen Schweiz – zumindest was die Anzahl Spitalbetten pro tausend Einwohner betrifft. Im Kanton Graubünden diene die topographische Lage als Erklärung dafür. Während im Kanton Graubünden die topographische Lage als Erklärung dient, kommt der Kanton St. Gallen zur Erkenntnis, dass Handlungsbedarf besteht, wie es heisst. Darum wurde die Strategie 4plus5 erarbeitet und in die Vernehmlassung geschickt, in deren Rahmen das Spital Walenstadt geschlossen wird.
Besorgte Patienten und Eltern
Zurzeit erhalte das Kantonsspital Graubünden zahlreiche Anfragen von besorgten Patienteninnen und Patienten und von Eltern, die im Frühling ein Kind erwarten und geplant hatten, dieses in Walenstadt zur Welt zu bringen. Das Kantonsspital in Chur sei in der Lage, in dieser aussergewöhnlichen Situation auch kurzfristig zu reagieren und die zusätzlichen Geburten – wenn gewünscht auch mit Unterstützung der Walenstadter Geburtshelferinnen und -helfer – aufzufangen, schreibt das Kantonsspital Graubünden.