«Das ist einzigartig und wunderschön»
Lange stand Gregor Kobel im Schatten von Yann Sommer, nun darf der Goalie von Borussia Dortmund seinen bislang grössten Erfolg mit der Nationalmannschaft geniessen.
Kobel ahnte beim vierten kolumbianischen Penalty die richtige Ecke und parierte den Versuch von Cucho Fernandez. Zuvor hatte er Davinson Sanchez bereits im mentalen Duell bezwungen – dessen Penalty war an die Querstange geprallt. Der 28-Jährige, der verdient zum Spieler des Spiels gewählt wurde, versuchte danach vor den Medien, die Emotionen dieses nervenaufreibenden Penaltyschiessens in Worte zu fassen.
Gregor Kobel, ist das der schönste Tag Ihres Lebens?
«Sportlich gesehen auf jeden Fall. Privat gab es wohl noch ein paar schönere Momente. Direkt nach einem Spiel fällt es mir immer schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen. Aber ich freue mich unglaublich für die Mannschaft und für all die grossartigen Menschen im Staff. Die Emotionen nach dem entscheidenden Penalty erlebt man nirgendwo sonst. Das ist einzigartig und wunderschön.»
Nehmen Sie uns in das Penaltyschiessen mit.
«Ich glaube, ich bin die ganze Zeit im Moment geblieben. Es gab für mich keine grossen emotionalen Ausschläge, auch wenn die Parade natürlich ein riesiger Moment war. Ich hatte grosses Vertrauen in mich selbst und in unsere Jungs, dass sie ihre Penaltys verwandeln würden.»
War die Fähigkeit zu leiden der Schlüssel zum Erfolg?
«Absolut. Es war kein einfaches Spiel gegen einen sehr unangenehmen, körperlich starken Gegner, der viele Fouls begangen hat. Ihre Fans haben für eine unglaubliche Atmosphäre gesorgt. Es war bereits unser drittes Spiel hier in Vancouver, trotzdem fühlte es sich wie ein Auswärtsspiel an. Dazu kamen die Verletzungen, die wir verkraften mussten. Jeder Einzelne hat seinen Beitrag geleistet.»
Sie haben Geschichte geschrieben. Doch Ihre Träume und Ziele gehen noch weiter, oder?