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Schweiz und Welt

Das Hotel «Adula» führt die Viertagewoche ein

Südostschweiz
27.04.2022, 17:19 Uhr

Fachkräfte in der Gastronomie und Hotellerie sind rar geworden. Das merkt gemäss einer Mitteilung auch das Hotel «Adula» in Flims. Hoteldirektor Paul Urchs lässt sich zitieren: «Man merkt, dass seit dem Ausbruch von Covid-19 nach den Schliessungen einige Fachkräfte die Branche wechselten und nicht mehr zurückkehren. Diese Leute fehlen uns nun.»

Um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, brauche es daher «ein mutiges Vordenken». In einem Pilotprojekt wird deshalb jedem Mitarbeitenden angeboten, von einer Fünf- auf eine Viertagewoche umzustellen. Damit will man «die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt steigern und die Loyalität der bestehenden Mitarbeitenden fördern».

Das Hotel führt die Viertagewoche im Sommer 2022 unter dem Namen «Flex-Work» ein. «Da die Tage im Gastgewerbe ohnehin recht lang sind, liegt die Lösung auf der Hand – anstatt fünf Tage zu arbeiten, bieten wir jedem Mitarbeitenden an, auf die Viertagewoche umzustellen», so Urchs. So soll den Mitarbeitenden eine bessere Nutzung der Freizeit geboten werden. Mit drei freien Tagen soll die Zeit zu Hause erholsamer und die Personalzufriedenheit gesteigert werden.

Konkrete Umsetzung der Viertagewoche

Die Mitarbeitenden können individuell entscheiden, ob die Viertage- oder reguläre Fünftagewoche besser zum Lebensstil passt. Die Arbeitnehmenden bekommen einen neuen Vertrag, arbeiten ab dann an vier Tagen insgesamt einen halben Tag länger.

Die dadurch entstehenden Minusstunden auf Basis eines regulären 100-Prozent-Pensums werden auf einem Stundenkonto aufgelistet und in der Hochsaison, wo meist Überstunden anfallen, wieder abgebaut.

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