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Schweiz und Welt

Das Feuerverbot in Graubünden wird teilweise aufgehoben

Südostschweiz
06.09.2022, 09:57 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Gelegentliche Niederschläge der letzten Wochen und vor allem der Temperaturrückgang haben zu einer Entspannung bei der Wald- und Flurbrandgefahr geführt, wie der Kanton am Dienstag mitteilt. Das Amt für Wald und Naturgefahren kann daher das absolute Feuerverbot auf der Alpennordseite von Graubünden aufheben. Trotzdem sei zu beachten, dass die Waldböden nach wie vor trocken seien und die Waldbrandgefahr entsprechend erhöht sei.

«Die Situation hat sich noch nicht komplett entspannt, dazu bräuchte es mehr Regen. Besonders im Wald kann es unter Umständen noch sehr trocken sein», sagt Andrea Kaltenbrunner vom Amt für Wald und Naturgefahren gegenüber Radio Südostschweiz. Kaltenbrunner ist zuständig in Sachen Waldbrand.

Beim Grillieren ist aktuell immer noch grösste Vorsicht geboten. Feuer dürfen nur in festeingerichteten Feuerstellen entfacht werden, sind zu überwachen und vor dem Verlassen sorgfältig und vollständig zu löschen. «Wer ein Feuer macht, soll dieses unbedingt ständig beobachten. Falls es zu einem Funkenflug kommt, welcher etwas ausserhalb von der Feuerstelle entzündet, muss dies umgehend gelöscht werden. Nach dem Grillieren ist es wichtig, das Feuer komplett zu löschen. Dies ist nur mit Wasser möglich», so Kaltenbrunner. Ebenfalls dürfen Raucherwaren und Feuerzeuge nicht einfach weggeworfen werden.

Weiterhin Feuerverbot in den Südtälern

In den Bündner Südtälern hat sich die Situation noch nicht genügend entspannt, wie es weiter heisst. Das Feuerverbot bleibt daher im Misox, Calancatal, Puschlav und Bergell noch in Kraft. Eine vollständige Entspannung der Lage sei erst nach einer längeren Regenperiode zu erwarten. Bei steigenden Temperaturen und anhaltender Schönwetterlage ist mit einem erneuten Anstieg der Waldbrandgefährdung zu rechnen. «Wir sind noch nicht über den Berg», führt Kaltenbrunner aus, «sondern nach wie vor auf Regen angewiesen. Aktuell ist auf das Ende der Woche Regen angekündigt. Gibt es nun aber mehrere Wochen keinen Regen, könnte das Feuerverbot auch wieder in Kraft treten.» (red)

Achtung: In einigen Gemeinden sind eigene Feuerverbotsbestimmungen in Kraft. Diese sind nach wie vor zu beachten!

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